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- Geplantes Geldrisiko und realisiertes R-Ergebnis unterscheiden.
- Nach abweichendem Einstieg den Stopabstand neu berechnen.
- Einzelbudgets zu einem gemeinsamen Szenario addieren.
- Eine Stopänderung in ihrer Geldwirkung dokumentieren.
Begriffe direkt erklärt
Positionsgröße Stop-Loss Ausführungsabweichung (Slippage) Portfoliorisiko Erwartungswert DrawdownEin geplanter Einstieg ist noch keine Ausführung. Wenn eine Kaufposition teurer eröffnet wird, wächst der Abstand zum unveränderten Stop. Damit kann dein gewähltes Budget überschritten sein, obwohl Lotzahl und Stopkurs gleich bleiben. Ein brauchbarer Risikoplan erfasst diese Abweichung ebenso wie Kosten und gemeinsame Währungsrichtungen. Sein Ergebnis ist eine prüfbare Rechnung und ein vorher festgelegtes Vorgehen.
Welche Entscheidungen gehören in einen Risikoplan?
Lege fest, welche Kapitalgröße du verwendest, wie du das Verlustbudget berechnest und welche Ausstiegsregel der Strategie zugrunde liegt. Bei einer Regel auf aktuelle Equity werden offene Ergebnisse berücksichtigt. Bei einer anderen Kapitalbasis entsteht ein anderes Verfahren; halte die Definition ausdrücklich fest.
Ergänze Kontraktgröße, Kontowährung, Kosten und den Umgang mit bereits offenen Positionen. Eine Anzeige „freie Margin“ ersetzt diesen Plan nicht. Für deutsche Kleinanleger gilt bei erfassten CFDs außerdem die BaFin-Produktintervention. Deren Schutzmechanismen begrenzen bestimmte Kontorisiken, belegen aber keinen Handelsvorteil.
Was leistet ein gewähltes Prozentbudget?
Bei 10.000 EUR aktueller Equity entsprechen beispielhafte 1 % einem geplanten Verlust von 100 EUR. Der Prozentsatz ist ein Eingabewert, keine universelle Sicherheitsnorm. Unter einem idealen Modell mit zehn tatsächlichen Verlusten von jeweils genau 1 % der dann aktuellen Equity bleiben 10.000 × 0,99¹⁰ ≈ 9.043,82 EUR übrig.
Ein gewöhnlicher Stop kann wegen einer Kurslücke oder Slippage schlechter ausgeführt werden. Dann entspricht der tatsächliche Verlust dem ursprünglichen Budget nicht. Zeichne deshalb Budget und spätere Belastung getrennt auf, statt jede geschlossene Verlustposition automatisch als „minus ein Prozent“ zu buchen.
Was unterscheidet geplantes CRV und realisiertes R?
Ein Einstieg bei 1,0850, Stop bei 1,0830 und Ziel bei 1,0900 ergeben im angegebenen EUR/USD-Pipmaß 20 Pips Abstand zum Stop und 50 Pips zum Ziel. Die geplante Chance ist das 2,5-Fache des Preisrisikos. Schreibe klar „Chance/Risiko 2,5:1“ oder „Risiko/Chance 1:2,5“, damit die Reihenfolge nicht missverstanden wird.
Das realisierte R-Ergebnis verwendet den tatsächlichen Nettoertrag geteilt durch das ursprüngliche Geldrisiko. Bei 100 EUR anfänglichem R und 250 EUR Nettogewinn sind es +2,5 R; bei 120 EUR Nettoverlust −1,2 R. Ein Zielverhältnis allein sagt nichts über die Häufigkeit der Ausgänge. Der Erwartungswert berücksichtigt beides.
Wie rechnest du vom Geldbudget zur Menge?
Im linearen Modell gilt: Lotzahl = verfügbares Preisverlustbudget / (Stopabstand in Pips × Pip-Wert je Lot in Kontowährung). Positive Abstände und ein passender Kontrakt sind Voraussetzung. Separate Gebühren brauchen einen eigenen Abzug vom Budget. Die Positionsgröße bei unterschiedlichen Stopabständen erklärt Menge und Abstand gemeinsam.
Hypothetisch planst du 0,12 Lot EUR/USD zu 1,1000 mit Stop 1,0980. Ein fest angenommener EUR-Pip-Wert von 8 EUR pro Pip je Lot ergibt 20 × 0,12 × 8 = 19,20 EUR. Bei einem Budget von 20 EUR passt das vor Kosten. Der Einstieg wird jedoch vollständig zu 1,1005 ausgeführt: Nun sind es 25 Pips und 24 EUR. Das Budget ist um 4 EUR überschritten. Die feste Umrechnung und der exakte spätere Stop-Fill sind nur Modellannahmen.
Gleiche Menge und gleicher Stop bedeuten nach einem anderen Fill ein anderes Geldrisiko.
- Plan: Einstieg 1,1000
- 19,20 EUR – 20 Pips bis 1,0980
- Fill: Einstieg 1,1005
- 24,00 EUR – 25 Pips bis demselben Stop
- Gewähltes Budget
- 20,00 EUR – Überschreitung um 4 EUR
Wie gehst du mit Stopänderungen um?
Ein Stop kann aus einer Chartstruktur oder einer dokumentierten Schwankungsregel stammen. Die ATR misst historische Spannen. Eine gewählte Periode und ein Multiplikator müssen zur geprüften Strategie gehören; sie legen keinen für alle Paare geeigneten Abstand fest.
Wenn du den Stop einer Kaufposition von 1,0830 auf 1,0820 verschiebst, während der Einstieg 1,0850 bleibt, wachsen 20 Pips auf 30 Pips. Bei gleicher Menge steigt der geplante Preisverlust um 50 %. Bewahre den ursprünglichen Wert im Journal auf. Ein nachträglich weiterer Stop beseitigt die Budgetüberschreitung nicht.
Wie erfasst du das gemeinsame Kontorisiko?
Drei geplante Stopverluste von 100 EUR, 75 EUR und 150 EUR ergeben zusammen 325 EUR. Auf derselben 10.000-EUR-Basis sind das 3,25 %. Bei einer selbst gewählten 3-%-Grenze fehlt Spielraum von 25 EUR. Dieses negative Budgetpolster ist keine negative freie Margin.
Die Summe bildet die drei angenommenen Verluste ab. Sie ist weder ein statistisches Risikomaß noch der schlimmstmögliche Verlust. Long EUR/USD und Long GBP/USD haben beide eine verkaufte USD-Seite; deshalb gehören Währungsrichtungen und Korrelation in eine zusätzliche Betrachtung. Ein historischer Koeffizient erlaubt keinen pauschalen Abschlag von den Geldbeträgen.
Drawdown misst den Rückgang einer definierten Kapitalreihe von einem früheren Hoch. Ein Pfad 10.000 → 12.000 → 10.800 EUR hat ohne Zahlungsbewegungen 10 % Drawdown. Einzahlungen, Beobachtungsrhythmus und offene Ergebnisse verändern die Interpretation. Es gibt keinen allgemein passenden Prozentsatz, an dem jeder dieselbe Maßnahme ergreifen sollte.
Was prüfst du bei der nächsten Übung?
- Schreibe Kapitalbasis, Prozentbudget, Kontrakt und Stopabstand vor der Demoorder auf. Rechne den Pip-Wert in deine Kontowährung um und reserviere den erklärten Kostenbetrag separat.
- Vergleiche bestätigten Einstieg und Menge mit der Rechnung. Berechne den Abstand zum unveränderten Stop erneut und dokumentiere, welche vorher festgelegte Handlung eine Überschreitung auslöst.
- Führe die offenen Währungsrichtungen und ein gemeinsames Verlustszenario zusammen. Trenne Geldbudgets, Margin und realisierte Ergebnisse; das Schließen des Programms beendet keine offene Position.
Diese Arbeit kann Eingabefehler sichtbar machen. Sie garantiert weder die Strategiequalität noch einen maximalen Ausführungsverlust. CFDs sind mit erheblichem Verlustrisiko verbunden; dies ist keine individuelle Anlageberatung.
Prüfe dein Verständnis
Etwa 2 Minuten Übung.
Antwort und Erklärung anzeigen
25 Pips × 0,12 Lot × 8 EUR je Pip pro Lot = 24 EUR.
Die dritte Position nutzt das gemeinsame Budget
Etwa 2 Minuten Rechnerübung.
Das separate Modell hat 10.000 USD Kapital, eine gewählte Grenze von 3 % und angenommene Verluste von 100 und 75 USD. Insgesamt 175 USD lassen 125 USD Budget übrig. Ändere nur den Verlustbetrag der dritten Position von null auf 150 USD.
Drei Verlustszenarien addieren →
Ergebnis und Erklärung prüfen
100 + 75 + 150 = 325 USD beziehungsweise 3,25 %. Gegenüber dem 300-USD-Budget fehlen 25 USD. Der negative Spielraum ist keine negative freie Margin, sondern eine Differenz im gewählten Szenariobudget.
3 % ist ein Übungsparameter. Die Verlustsumme ist weder ein maximal möglicher Verlust noch eine Korrelationsrechnung; alle Beträge lauten in derselben Währung.
Weitere Fragen
Ist ein Stop bereits ein vollständiger Risikoplan?
Ein Stop beschreibt eine Ausstiegsanweisung. Zum Geldrisiko gehören Positionsgröße, Pip- oder Tick-Wert, Kontowährung und Kosten. Ein gewöhnlicher Stop garantiert seinen Preis nicht. Der Plan sollte festhalten, was bei einer abweichenden Ausführung und mehreren offenen Positionen passiert. Eine Position ohne weitere Order zu beobachten oder die Plattform zu schließen ersetzt dieses Vorgehen nicht.
Warum reicht die Lotzahl als Journalangabe nicht?
Dieselbe Lotzahl kann bei unterschiedlichen Stopabständen und Kontrakten verschiedene Geldverluste erzeugen. Erfasse deshalb anfänglichen Stop, Geldbudget, Kontraktgröße und Umrechnung. Bewahre die ursprünglichen Werte neben späteren Änderungen auf. So kannst du den realisierten Nettoverlust mit dem damaligen Plan vergleichen, ohne einen nachträglich geänderten Stop als ursprüngliches Risiko darzustellen.
Wie interpretiere ich einen Verlust von −1,2 R?
Wenn R vorher als 100 EUR Geldrisiko definiert war, bedeutet −1,2 R einen realisierten Nettoverlust von 120 EUR. Die Differenz kann aus Ausführung, Kosten oder einer Planänderung entstehen. Der Quotient nennt die Abweichung, beweist ihre Ursache jedoch nicht. Verwende denselben Kostenbegriff im Nenner und in der Auswertung und untersuche die Originalabrechnung.
Kann ich von Stopbudgets eine Korrelation abziehen?
Nicht ohne ein anderes klar definiertes Modell. Drei angenommene Geldverluste werden zunächst in derselben Währung addiert. Ein Korrelationskoeffizient beschreibt vergangene gemeinsame Schwankungen, keine garantierte Kompensation. Für ein gemeinsames Preisbewegungsszenario brauchst du Vorzeichen, Größen, Kontraktwerte und Umrechnung jeder Position. Dieses Szenario ist wiederum kein sicherer Höchstverlust.
Quellen und Nachvollziehbarkeit
- CME Group: Proper Position Size
Größe aus Risikobudget und Stopentfernung.
- MetaQuotes: Handelsoperationen
Ausführungspreise und symbolabhängige Geldberechnung.
- BaFin: Leitlinien zur CFD-Allgemeinverfügung
Geltungsbereich Deutschland und getrennte CFD-Schutzmechanismen.
Rechenfälle sind ausdrücklich angenommene Beispiele. Sie ersetzen weder aktuelle Marktdaten noch die Spezifikation deines Anbieters.
