%K kann auf einem Chart die rohe Close-Position bedeuten, auf einem anderen bereits eine geglättete Reihe. Bestimme die Reihenfolge der Berechnung, bevor du Werte vergleichst. Gleiche Liniennamen garantieren keine gleichen Ergebnisse; 80 ist weder Renditewahrscheinlichkeit noch fundamentale Bewertung.

Drei Stufen ausdrücklich festlegen

Für eine abgeschlossene Bar sei C ihr Close, L das niedrigste Low und H das höchste High der letzten N Bars einschließlich der aktuellen. Bei H > L gilt Rohwert R = 100(C − L)/(H − L). Die Grenzen stammen aus den OHLC-Spannen, nicht nur aus Schlusskursen.

Unser Modell setzt danach K = SMA(R,s) und D = SMA(K,d), jeweils mit vollständigen Fenstern und voller Zwischenpräzision. Fehlwerte sind keine Nullen. Es werden Oszillatorwerte gemittelt, nicht die Preisserie vorab durch ihren Durchschnitt ersetzt. TradingView dokumentiert K-Fenster, K-Glättung und D-Periode separat; benenne Felder und Methoden neben den Zahlen.

Fast, Slow und Full sind Konventionen

ChartSchool-KonventionKD
FastRohwert RSMA3 von K
SlowSMA3 von RSMA3 des geglätteten K
FullSMA von R mit gewähltem sSMA von K mit gewähltem d

Full mit s=1 lässt die erste Glättung aus; s=3 und d=3 entspricht hier Slow. Fast-D ist gleich Slow-K nur bei identischen Rohwerten und derselben SMA3. Diese Konventionen gelten nicht automatisch für alle Plattformen und weisen Fast nicht zwingend M5 oder Slow H4 zu. Ein Intervallname liefert keine profitable Variante.

Sieben vollständige hypothetische Kerzen

N=3, s=2 und d=2 dienen nur der Rechenübung. Die Preise sind frei gewählte Einheiten, sämtliche Bars abgeschlossen. Open ist für OHLC-Prüfung enthalten, obwohl die Formel ihn nicht verwendet.

BarOpenHighLowClose
110012080100
210011090100
310011090104
410411090104
510411090108
61081109092
79211090100
BarFenster L/HRK=SMA2(R)D=SMA2(K)
380 / 12060——
490 / 1107065—
590 / 110908072,5
690 / 110105065
790 / 110503040

Bei Bar 3 ist R = 100(104 − 80)/40 = 60. Bei Bar 4 verlassen die Grenzen 80/120 der ersten Kerze das Fenster: Close bleibt 104, R steigt dennoch auf 70. K wird (60 + 70)/2 = 65. Bei Bar 5 entstehen K=80 und erstes D=(65+80)/2=72,5. Bei Bar 7 sind R=50, K=30 und D=40 verschiedene Stufen, keine widersprüchlichen Werte.

R beschreibt den aktuellen Close in seinem Fenster; K und D enthalten frühere Rohwerte aus möglicherweise anderen Grenzen. Gültige OHLC mit positiver Breite begrenzen R auf 0–100; seine SMA-Werte bleiben ebenfalls darin. Die mathematische Begrenzung schafft keine Handelswahrscheinlichkeit oder garantiert sichere ATR-Stops.

Flache Spannen und erster verfügbarer Wert

Bei H=L ist der Quotient undefiniert. Der gelesene TA-Lib-0.6.4-STOCH-Code setzt seinen Rohwert im Nullspannenzweig auf 0, bevor gemittelt wird. Das ist eine Softwarekonvention, keine Verkaufskraft. Andere Implementierungen brauchen eigene Prüfung. Unsere Übung markiert diesen Fall stattdessen als nicht verfügbar und mittelt nicht über ihn hinweg.

Mit vollständigen SMA-Fenstern erscheint R erstmals an Bar N, K an N+s−1 und D an N+s+d−2: hier 3, 4 und 5. Eine Bibliothek kann K/D gemeinsam erst ab Verfügbarkeit von D ausgeben. Späterer Anzeigebeginn beweist daher keinen anderen Algorithmus. Nullspanne, fehlender Wert und unvollständiges Fenster erhalten eigene Statusgründe.

Zwei SMA2 sind keine einzelne SMA3

Einsetzen von K(t)=[R(t)+R(t−1)]/2 in D(t)=[K(t)+K(t−1)]/2 ergibt D(t)=[R(t)+2R(t−1)+R(t−2)]/4. Das mittlere R steht in beiden überlappenden Fenstern: Gewichte 1/4, 1/2, 1/4 statt dreimal 1/3.

Die zugewiesene Rohwertfolge [0; 0; 100; 0; 0] mit Indizes ab null ergibt an Indizes 2, 3 und 4 D=25, 50 und 25. Eine einzelne SMA3 liefert jeweils 33⅓. Beide Filter brauchen drei Beobachtungen, doch ihre Ergebnisse sind verschieden. Rohwerte 0/100 können Closes an den Grenzen positiver Fenster darstellen. Die Ersetzung der zwei Stufen verändert die Methode und möglicherweise Crossings mit K.

Erst OHLC aggregieren, dann rechnen

Zwei aufeinanderfolgende hypothetische Kerzen ohne Gap haben A=(100,110,90,110) und B=(110,130,100,120) in O/H/L/C-Reihenfolge. N=1 ohne Glättung isoliert die Rechenreihenfolge und ist keine Einstellungsempfehlung. Rohwerte sind 100 und 66⅔; Mittel 83⅓. Die aggregierte Kerze hat O/H/L/C=(100,130,90,120), also Rohwert 75.

Aggregation und Mittelung sind verschiedenWertekarten zweier aufeinanderfolgender hypothetischer OHLC-Kerzen ohne Gap. N=1 und keine Glättung isolieren die Operationen.RECHEN- UND LERNBEISPIELA: O/H/L/C100 / 110 / 90 / 110B: O/H/L/C110 / 130 / 100 / 120Mittel der Rohwerte83⅓Aggregat: O/H/L/C100 / 130 / 90 / 120
Aggregation und Mittelung sind verschieden. Wertekarten zweier aufeinanderfolgender hypothetischer OHLC-Kerzen ohne Gap. N=1 und keine Glättung isolieren die Operationen.

Aus aggregiertem OHLC ergibt sich 75, Mittel der kürzeren Rohwerte 83⅓.

A: O/H/L/C
100 / 110 / 90 / 110 – Rohwert 100.
B: O/H/L/C
110 / 130 / 100 / 120 – Rohwert 66⅔.
Mittel der Rohwerte
83⅓ – Andere Quotienten mit verschiedenen Nennern.
Aggregat: O/H/L/C
100 / 130 / 90 / 120 – Rohwert 75; kein Durchschnitt der Closes.

Aggregation wählt höchstes High, niedrigstes Low und letzten Close. Ein Mittel zweier Quotienten mit verschiedenen Nennern ist eine andere Operation. Berechne den höheren Zeitrahmen aus dessen Kerzen, statt ohne neue Definition kürzere Indikatorwerte zu mitteln. Beim gesonderten Quiz-Close 110 ergibt das Aggregat 50.

Ein Abwärts-Crossing kann vorher K≥D und jetzt K<D verlangen. Bar 6 erfüllt es: vorher 80>72,5, danach 50<65. Es ist ein Indikatorereignis, kein Handelsergebnis. Für finalen Close wartet die Regel auf Abschluss und Datenempfang; spätere Informationen werden nicht zurückdatiert.

Eine Änderung und ihre Reichweite nachvollziehen

Ändere nur Close 7 auf 106, High 110 und Low 90 bleiben gleich. R=80; mit vorherigem R=10 wird K=45. Vorher K=50 ergibt D=47,5. Rohwert 80 und geglättete 45 beantworten andere Fragen.

Zusätzliche Revisionsprüfung: Ändere stattdessen nur die erste Kerze von High/Low 120/80 auf 110/90, ohne ihre Open-/Close-Werte zu verändern. R3 wird 70 statt 60, K4 wird 70 statt 65 und D5 wird 75 statt 72,5. R4 und spätere Rohwerte bleiben gleich; ab D6 hat dieser frühere Unterschied das gesamte endliche Modell verlassen. Eine revidierte ältere Spanne kann somit einen späteren geglätteten Wert verändern, obwohl deren aktuelle Kerzen gleich sind.

Für eine EUR/USD-Einheitenkontrolle kannst du jedes OHLC-Feld mit P′=1,09+0,0001P transformieren: erster Bereich 1,0980–1,1020, spätere Bereiche 1,0990–1,1010 und Closes 1,1000; 1,1000; 1,1004; 1,1004; 1,1008; 1,0992; 1,1000. Die idealen Quotienten und SMA-Stufen bleiben identisch. Das sind transformierte Lehrdaten; Kontokosten in EUR sind eine separate Rechnung.

Drei ausführbare Schritte

  1. Speichere die vollständige Konstruktion. Dokumentiere N, s, d, Methoden, Preisquelle, Zeitzone, Barstatus und Nullspannenkonvention. Berechne alle sieben Kerzen mit jeder R/K/D-Stufe; markiere unvollständige Fenster statt sie mit null zu füllen.
  2. Prüfe die Operationen separat. Wiederhole Impulsfolge, OHLC-Aggregation und Quiz-Close. Vergleiche zwei SMA2 mit SMA3, danach die Close-7- und erste-Spanne-Revision. Speichere den ersten unterschiedlichen Input und die letzte beeinflusste Ausgabe.
  3. Definiere den Handelstest anschließend. Lege Punktpaarung, Crossing-Gleichheit, früheste Datenverfügbarkeit, Ein- und Ausstiege, Menge und Kosten fest. Bewahre nicht gehandelte Fälle und getrennte Auswertungsdaten. Europe/Berlin kann die Anzeige ergänzen; eine zusätzliche Linie oder ein Monat Beobachtung zertifiziert keinen Vorteil.