Three Line Break entscheidet, welche Preisbeobachtungen als Rechtecke sichtbar werden. Es beseitigt weder vergangene Zeit noch offene Positionen oder zwischenzeitliche Ausführungen. Berechne zuerst eine kurze Folge selbst. So erkennst du, ob ein schönes Rechteck eine nachvollziehbare Regel oder einen unerreichbaren Einstiegspreis verdeckt.

Was bedeutet Three Line Break?

TradingView nennt die Rückblickseinstellung „Number of lines“. Relevant sind bestätigte Linien und deren Preisbereich. Ein ausreichender Schlusskursbruch kann eine neue Linie erzeugen; Gleichheit erzeugt keine. Eine Projektion aus noch offenen Daten ist gesondert zu behandeln. Die Zahl drei bezeichnet weder drei zwingend neue Gegenkerzen noch drei gleich lange Warteperioden.

ChartSchool beschreibt auch Zwei-Linien-Umkehrungen und Brüche nach drei gleichgerichteten Linien und verweist auf Nisons Beyond Candlesticks. Gleicher Chartname garantiert keine identische Konstruktion verschiedener Anbieter. Die folgenden Zahlen definieren deshalb einen eigenen Startzustand und einen strikten Dreilinienbereich. Sie sind keine Plattformprüfung oder echten Marktdaten.

Wenn der Chart schweigt, können ursprüngliches High und Low, verstrichene Stunden und ausgelöste Orders trotzdem relevant sein. Vergleiche Rechtecke mit den ursprünglichen Zeitstempeln. Ein ruhigeres Bild beweist weder ruhigeres Risiko noch bessere Entscheidungen.

So funktioniert das erklärte Modell

Unser erfundenes Modell erhält ausschließlich abgeschlossene Closes. Starte ohne Linie bei 100. Die erste Abweichung zeichnet vom Startwert aus; eine Fortsetzung beginnt am letzten Linienende. Vergleiche einen neuen Close mit dem vollständigen Bereich der letzten drei konstruierten Linien, anfangs mit allen verfügbaren Linien. Bei Umkehr beginnt das neue Rechteck an der nahen Kante des vorherigen Rechtecks.

L1 reicht von 100 bis 102, L2 von 102 bis 105 und L3 von 105 bis 108. Der Vergleichsbereich ist 100–108. Close 106 liegt innen; 100 berührt nur die Grenze. Erst ein Close unter 100 erzeugt eine Abwärtslinie. Ein einziger geeigneter Schluss genügt. Ein zwischenzeitlicher Dip unter 100 mit anschließendem Close 106 erzeugt in diesem Modell keine Linie.

Ersetze die konstruierten Linien nicht durch drei ursprüngliche Closes. Füge nach L1–L3 die Werte 107, 106, 105 und 104 hinzu: Keiner erzeugt eine Linie. Die drei Closes vor 104 haben Minimum 105, die gültige Liniengrenze bleibt jedoch 100. Ein rollender Dreischlusskanal würde 104 fälschlich als Bruch behandeln. Auch tausend weitere Beobachtungen bei 107 ändern diesen Linienzustand nicht.

Acht fiktive abgeschlossene Closes
BeobachtungCloseNeuer Zustand
t0100Nur Startwert
t1102L1 aufwärts: 100–102
t2105L2 aufwärts: 102–105
t3104Keine Linie
t4108L3 aufwärts: 105–108
t5106Keine Linie
t6100Keine Linie: Gleichheit
t799L4 abwärts: 105–99

Die Beobachtungen sind gleichmäßig verteilt. Von L2 zu L3 vergehen zwei Perioden, von L3 zu L4 drei. L4 beginnt zeichnerisch bei 105, wird aber erst mit Close 99 bestätigt. Die Differenz beträgt sechs Preiseinheiten. Ohne Bid/Ask, Orders und Kosten gibt die Tabelle kein realisiertes Nettoergebnis her.

Einrichten, Richtung lesen, Bestätigung erfassen

Daten und Zustand dokumentieren

Notiere Instrument, Feed, Quellintervall, Session, Originalzone, Startwert und Linienzahl. TradingView erläutert, dass diese nicht standardisierten Charts Daten niedrigerer Intervalle nutzen und eine tickbasierte Konstruktion annähern. Die Eingaben sind daher Teil der Methode. Ein Wechsel des Intervalls ist keine bloße optische Änderung.

Linienindex und Kalender getrennt führen

Die Richtung beschreibt die konstruierte Folge. Sie beweist nicht, dass ein gesunder Trend fortbestehen muss. Speichere neben jedem Linienindex den ursprünglichen Zeitstempel. Finanzierungsstichtage, Handelsschließungen und Nachrichten richten sich nach tatsächlicher Zeit, selbst wenn kein Rechteck entsteht. Europe/Berlin ist eine Anzeigezone; sie ersetzt die ursprüngliche Kerzengrenze nicht.

Nur verfügbare Information verwenden

Ein aus einer offenen Quellkerze projiziertes Rechteck kann sich verändern. Im Beispiel bestätigt erst t7 die Abwärtslinie. Damit kennst du weder die nächste handelbare Quote noch den Ausgang einer Position. Lege gesondert fest, wann ein Alarm eine Order auslöst und welche Daten zu dieser Zeit endgültig vorlagen.

Ein Linienniveau ist keine Ausführung

Wähle Entry, Invalidierung, Exit und Menge unabhängig von der Zeichenregel. Buche keinen Short bei 105, nur weil L4 dort beginnt, nachdem 99 beobachtet wurde. TradingView erläutert die Grenzen von Backtests mit synthetischen Chartpreisen. Seine Option für Standard-OHLC bei Heikin-Ashi ist keine pauschale Lösung für alle zeitlich anders konstruierten Charts.

Eine transformierte Folge kann das Signal liefern, während echte Marktpreise das Ausführungsmodell liefern. Dafür müssen Zeitpunkte zusammenpassen. Stopabstand und Finanzierung brauchen tatsächliches Produkt, Menge und handelbare Preisreihe. Der Name schreibt weder Ziel noch Prozentbudget oder bevorzugtes Intervall vor. Ein reiner Close-Input kann einen Stop auslösenden Zwischenpreis auslassen; die Position erlebt ihn trotzdem.

Warum Aggregation Linien verschwinden lässt

Starte erneut ohne Linie bei 100. Close 110 zeichnet 100–110 aufwärts. Close 90 bricht den unteren Rand und zeichnet 100–90 abwärts. Der finale Close 100 bleibt im verfügbaren Bereich 90–110 und ergänzt nichts. Liefere ausschließlich den letzten Block-Close 100, entstehen dagegen keine neuen Linien. Derselbe Endwert kann fehlende 110 und 90 nicht rekonstruieren.

Gleicher Endpreis, verschiedene LinienfolgenZwei Datenpfade mit Startwert 100: vollständige Closes 100/110/90/100 versus ausschließlich finaler Close 100.RECHEN- UND LERNBEISPIELVollständiger Input100 → 110 → 90 → 100Aggregierter InputNur 100Gemeinsamer Endwert100
Gleicher Endpreis, verschiedene Linienfolgen. Zwei Datenpfade mit Startwert 100: vollständige Closes 100/110/90/100 versus ausschließlich finaler Close 100.

Ein Endpreis ersetzt fehlende Zwischencloses nicht.

Vollständiger Input
100 → 110 → 90 → 100 – Zwei Linien: 100–110 und 100–90
Aggregierter Input
Nur 100 – Keine neue Linie
Gemeinsamer Endwert
100 – Keine Garantie gleicher Konstruktion

Halte Quellinput, vorherigen Zustand, Bestätigung, Orderabgabe, Fill und Kosten in getrennten Spalten fest. Ein anderer Startwert oder eine unvollständige Historie kann ebenfalls den Zustand verändern. Vergleiche N = 2, 3 und 5 als verschiedene Versionen und reserviere eine unangetastete spätere Periode. Hier wird keine Gewinnerwartung dieser Varianten gemessen.

Vergleich mit Renko, Kagi und Heikin-Ashi

Renko arbeitet mit einer festgelegten Bewegungsschwelle, Kagi mit seiner Richtungswechselregel. Heikin-Ashi behält zeitbasierte Bars und kombiniert aktuelle sowie vorherige Werte zu synthetischem OHLC. Es mittelt nicht einfach nur Open und Close. Diese Unterschiede liefern keine allgemeine Rangfolge für Sicherheit, Signalhäufigkeit oder Profitabilität.

Drei Schritte für deine eigene Prüfung

  1. Kopiere die acht Beobachtungen und verdecke jeweils die nächste. Notiere vor jeder Entscheidung die letzten konstruierten Linien, deren Bereich und die Gleichheitsregel. Halte Quellperioden und Linienindizes getrennt; vergleiche insbesondere den falschen Dreischlusskanal mit der gültigen Grenze 100.
  2. Ersetze den letzten Wert 99 einmal durch 108 und separat durch 109. Bei 108 entsteht keine Linie; bei 109 entsteht eine Aufwärtslinie 108–109. Die nächsten drei Linien beginnen dann bei 102. Wiederhole den Aggregationsvergleich mit gleichem Startwert und kennzeichne jede Änderung als eigene Version.
  3. Vergleiche das Ergebnis mit echten Zeitstempeln und verfügbaren Marktquotes. Dokumentiere Signalzeit, spätere Order, ausführbaren Preis und Kosten. Eine historische oder Demoübung prüft Verständnis und Umsetzung; zwanzig Fälle belegen weder Handelsbereitschaft noch einen Vorteil.