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- Geplantes CRV von realisierter Erwartung unterscheiden.
- R-Multiple mit seinem Geldbetrag gewichten.
- Stressverluste trotz gleicher Trefferquote berücksichtigen.
- Arithmetisches Mittel von multiplikativem Kapitalpfad trennen.
Begriffe direkt erklärt
Erwartungswert Positionsgröße Handelsjournal Nominalbetrag Gewinnschwelle (Break-even) ProvisionEin Target dreimal so weit wie der initiale Stop wirkt attraktiv. Für seine Bewertung brauchst du trotzdem Häufigkeit jedes Exits, Nettoausgänge und ausführbare Preise. Das Strecken einer Zielgeraden schafft allein keinen nachgewiesenen Handelsvorteil.
Drei verschiedene Größen auseinanderhalten
Geplantes Chance-Risiko-Verhältnis, realisierter durchschnittlicher Gewinn/Verlust und Erwartung sind verschiedene Größen. Hier lautet die Konvention Gewinn : Verlust: 3:1 bedeutet drei geplante Gewinneinheiten je Verlusteinheit, keine Wahrscheinlichkeit. Ein höheres Target kann dessen Erreichungshäufigkeit verändern. Hoher Multiplikator oder hohe Trefferquote allein belegt keinen Vorteil.
Konvexität beschreibt dagegen Krümmung einer Auszahlungsfunktion. Erwartung benötigt Häufigkeiten und Nettohöhe der Ausgänge. Ein gewöhnlicher Stop setzt einen Trigger, keine garantierte harte Verlustgrenze. Prüfe vollständige Ausführungsregeln, bevor du das Profil als günstig einstufst.
Erwartung mit ausdrücklich angenommenen Wahrscheinlichkeiten
Für zwei Nettoausgänge gilt E = p × W − (1 − p) × L. W ist positiver Gewinnbetrag, L positive Verlusthöhe, p die Gewinnwahrscheinlichkeit. CME erläutert das Häufigkeits-/Größenprinzip anhand Commodity-Futures. Einer Illustration p zuzuweisen ist etwas anderes, als eine unbekannte künftige Wahrscheinlichkeit aus dem Journal zu schätzen.
| Gewinn EUR | Angenommenes p | Mittel EUR je Trade |
|---|---|---|
| 100 | 60 % | +20 |
| 100 | 50 % | 0 |
| 100 | 40 % | −20 |
| 300 | 40 % | +60 |
| 300 | 30 % | +20 |
| 500 | 30 % | +80 |
| 500 | 20 % | +20 |
| 500 | 25 % | +50 |
| 100 | 55 % | +10 |
Mit Gewinn 300 und Verlust 100 liegt die Brutto-Nullschwelle bei 100/(300 + 100) = 25 Prozent. Bei 500 und 100 ist sie 1/6 ≈ 16,67 Prozent. Diese zugewiesenen Zahlen vergleichen keine tatsächlich gemessenen Trendfolger oder Scalper. Die Trefferquote bleibt Teil der Rechnung. Ein Mittelwert allein lässt große Verluste, Unsicherheit und Größenregel offen.
Positives Durchschnitts-R kann negatives Geld ergeben
Zwei separat abgeschlossene hypothetische Nettofälle: A erzielt +5 R bei Anfangs-R von einem USD, also +5 USD. B verliert −1 R bei Anfangs-R von 20 USD, also −20 USD. Der ungewichtete Mittelwert ist (+5 − 1)/2 = +2 R, die Geldsumme dagegen −15 USD. Keine weiteren Kosten oder Verzinsung werden ergänzt.
Normalisierung ersetzt die tatsächliche Geldgewichtung nicht.
- A
- +5 R × 1 USD/R = +5 USD – Kleines Geldgewicht
- B
- −1 R × 20 USD/R = −20 USD – Größeres Geldgewicht
- Mittel / Summe
- +2 R / −15 USD – Verschiedene Fragen und Einheiten
Speichere normalisiertes Ergebnis, Geldwert des initialen R und Kontowährungsbetrag. Gleichgewichtung beantwortet eine Frage über die beiden Beobachtungsprofile. Kapitaländerung benötigt deren wirkliche Geldgewichte. Unterschiedliche Mengen können das Vorzeichen der Gesamtsumme verändern, obwohl Gewinnzahl und aufgezeichnete R-Multiples gleich bleiben.
Kosten und schlechtere Fills verändern das Profil
Fiktives USD-Konto: Kauf 10.000 EUR am angenommenen ausgeführten Ask 1,1000, SL 1,0900, Target 1,1300. Initiales Preis-R ist 100 USD vor Kommission, weder Margin noch Maximalverlust. Kommission sechs USD je vollständigem Zyklus, Finanzierung und Konversion null. Jeder volle Verkauf erfolgt am bezeichneten tatsächlichen Modell-Bid.
| Exit | Bid-Fill | Brutto USD | Netto USD / initiales R |
|---|---|---|---|
| Target | 1,1300 | 300 | 294 / +2,94 R |
| Exakter geplanter Stop | 1,0900 | −100 | −106 / −1,06 R |
| Angenommener schlechterer Stop | 1,0700 | −300 | −306 / −3,06 R |
Geplantes brutto 3:1 wird netto 294:106 ≈ 2,77:1. Spread steckt bereits in den Ask-/Bid-Fills und wird nicht nochmals abgezogen. Der Stressfill ist keine schlimmstmögliche Grenze oder Prognose seiner Häufigkeit. Ein +294-USD-Gewinn deckt keinen −306-USD-Verlust.
Falls ausschließlich +294 und −106 auftreten, liegt Netto-Null bei p = 106/(294 + 106) = 26,5 Prozent. Zugewiesene p von 30, 25 und 40 Prozent ergeben +14, −6 und +54 USD. Bei Teil-, Null- oder variablen Ausgängen reicht das Zwei-Ausgang-Modell nicht mehr; berechne sämtliche abgeschlossenen Nettoresultate.
Zwei erfundene 100-Trade-Serien: 30 Gewinne zu +294 und 70 Verluste zu −106 ergeben +1.400 USD, Mittel +14. Ersetze fünf gewöhnliche Verluste durch −306: 30 × 294 − 65 × 106 − 5 × 306 = +400 USD, Mittel +4. Beide Trefferquoten bleiben 30 Prozent. Die Summe sinkt dennoch um 1.000 USD. Die zugewiesene Stresshäufigkeit ist keine Marktstatistik.
Ein fernes Ziel macht den Kontrakt nicht konvex
In den bezeichneten MetaQuotes-Forex-/CFD-Berechnungsmodi ist Brutto-P/L bei festen Einheiten die gerichtete Preisdifferenz mal Menge. Verdoppelt sich die Bewegung, verdoppelt sich diese Komponente vor Kosten. Ein fernes Target verändert Exitbedingungen, nicht diese lineare Formel. Ein gewöhnlicher Stop ist keine vorab bezahlte Optionsprämie.
Separates Größenmodell: zehn exakt budgetgroße Verluste, keine Zusatzkosten. Ist jeder Verlust 0,5 Prozent des Anfangskapitals, beträgt der Rückgang fünf Prozent. Bei 0,5 Prozent der jeweils aktuellen Equity ist er 1 − 0,995¹⁰ ≈ 4,89 Prozent. Das sind zwei andere Größenregeln. Gewöhnliche Stops garantieren diese Beträge nicht. Ein späterer Gewinner deckt die Serie nur, wenn sein Netto-Geldgewinn die angesammelten Verluste übertrifft.
Kleine Gewinne und große Verluste prüfen
Die Redewendung „Kleingeld vor einer Dampfwalze aufsammeln“ beschreibt viele kleine Gewinne mit Risiko eines deutlich größeren Verlustes. Sie bestimmt weder Instrumentkrümmung noch Ereigniszeitpunkt oder unausweichlichen Kontokollaps. Prüfe die gesamte Nettoverlustverteilung statt eines glatten Ausschnitts der Equitykurve.
Zusatzmenge oder wiederholt verschobener Exit können Verlust und Marginbedarf erhöhen. Tatsächliche Verträge, Stops und Größenregeln bestimmen Exposition. Ein Technikname liefert weder garantierte hohe Trefferquote noch eine bestimmte zukünftige Katastrophe. Rechne schlechte Ausführung und den Anteil angesammelter Gewinne, den ein größerer Verlust entfernen würde.
Positives arithmetisches Mittel ist nicht Kapitalwachstum
Jetzt wechselt in einem separaten Gegenbeispiel die Größenkonvention. Jeder Gewinn beträgt +75 Prozent der aktuellen Equity, jeder Verlust −25 Prozent; keine Kosten oder Ausführungsgrenzen. Diese absichtlich extremen Werte sind kein Budgetvorschlag. Drei Gewinne und sieben Verluste ergeben arithmetisch (3 × 75 − 7 × 25)/10 = +5 Prozent.
Das Kapital multipliziert sich aber mit 1,75³ × 0,75⁷ ≈ 0,715390. Die im Ausgangsmodell angenommenen 1.000 USD werden etwa 715,39 USD, Rückgang 28,46 Prozent. Dieselbe reine Multiplikatorrechnung mit hypothetischen 1.000 EUR ergibt 715,39 EUR. Wende das durchschnittliche +5 Prozent nicht als zehn identische Gewinne an.
Bei diesen festen Multiplikatoren verändert Reihenfolge den Endbetrag nicht, wohl aber möglichen Drawdown und Durchführbarkeit weiterer Trades. Verwechsle dieses Verzinsungsmodell nicht mit den vorherigen festen Geld-R-Tabellen. Kapitalgewichtung, Durchschnitt und Multiplikation beantworten verschiedene Fragen.
Drei Schritte für ein belastbares Journal
- Berechne beobachtetes Nettomittel, durchschnittlichen Gewinn/Verlust, große Verluste und Beiträge großer Gewinne einschließlich Nullausgängen und Gebühren. Bezeichne ein Stichprobenmittel als Schätzung, nicht als bekannte künftige Erwartung. Halte geplantes und realisiertes CRV getrennt.
- Speichere je Trade initiales R, seinen Kontowährungsbetrag und die Mengenregel. Rechne +5 R/−1 R mit beiden Geldgewichten nach und prüfe anschließend Kapitalpfade unter tatsächlicher Größenregel. Ein positives R-Mittel kann negative Geldsumme begleiten.
- Prüfe schlechtere Fills und Kosten als deklarierte Stressszenarien ohne erfundene Marktfrequenz. Vergleiche Ziele und Größen auf unbenutzten Daten und berichte Drawdown. Ein 2-ATR-Trail, 0,5-Prozent-Budget oder hundert Trades beweist weder Vorteil noch garantierte Verlustgrenze.
Die Erwartungsformel, SL versus TP und Exitstrategie vertiefen die getrennten Bausteine.
Prüfe dein Verständnis
Etwa 2 Minuten Übung.
Antwort und Erklärung anzeigen
Richtig: 5 × 1 − 1 × 20 = −15.
Weitere Fragen
Was bedeutet eine asymmetrische Position?
Hier sind geplante Gewinn- und Verlustgrößen verschieden, in der Konvention Gewinn : Verlust. 3:1-Abstände sind getrennt vom realisierten Gewinn-/Verlustmittel und der Erwartung. Bei festen Einheiten bleibt Brutto-P/L eines bezeichneten linearen Forex-/CFD-Modells proportional zur Preisdifferenz. Ein fernes Target macht es nicht konvex; ein gewöhnlicher Stop garantiert keine harte Verlustgrenze.
Wie wird Erwartung berechnet?
Für zwei Nettoausgänge gilt E = pW − (1 − p)L mit positivem Gewinn W und positiver Verlusthöhe L. Zugewiesene +294/−106 USD ergeben Null bei 26,5 Prozent und bei 30 Prozent Mittel +14 USD. Mit anderen Ausgängen oder Kosten musst du alle Nettoresultate berücksichtigen. Ein Journalmittel schätzt die beobachtete Stichprobe, keine bekannte Zukunft.
Sind Gewinne bei weniger als der Hälfte Treffer möglich?
Mathematisch ja, wenn Größen und Häufigkeiten nach Kosten das erlauben. Das zugewiesene 30-Prozent-/+294 und 70-Prozent-/−106-Modell ergibt +14 USD im Mittel. Targetabstand liefert die angenommene Wahrscheinlichkeit nicht. Größere Verluste können das Mittel reduzieren oder umkehren. Mengengewicht, Verzinsung, Drawdown und tatsächliche Ausführung bleiben zusätzliche Fragen.
Was meint die Dampfwalzen-Redewendung?
Sie warnt vor häufig kleinen Gewinnen bei Risiko eines größeren Verlustes. Sie bestimmt keine universelle Ereignishäufigkeit, zwangsläufige Kontopleite oder mathematische Krümmung jeder so bezeichneten Technik. Erfasse große Verluste, tatsächliche Exposition, schlechte Ausführung und Kosten. Eine glatte kurze Equityphase oder eine hohe Trefferquote ersetzt diese Prüfung nicht und garantiert keine künftigen Ergebnisse.
Quellen und Nachvollziehbarkeit
- CME: Mathematics of Trading Success
Häufigkeit und Größe im ausdrücklich commodity-futuresbezogenen Erwartungsmodell.
- MetaQuotes: Symbol Properties
Lineare Forex-/CFD-Profitformeln bei festen Mengen; Margin ist eigene Rechnung.
- IG UK: Orderarten
Gewöhnlicher Stopfill kann vom Trigger abweichen; geplantes R ist keine garantierte Verlustobergrenze.
Rechenfälle sind ausdrücklich angenommene Beispiele. Sie ersetzen weder aktuelle Marktdaten noch die Spezifikation deines Anbieters.
