Zwei Programme werben beide mit zehn Prozent maximalem Verlust. Eines hält den Boden am Anfangskapital, das andere zieht ihn nach. Eine einzige Zahl gibt dir damit noch keinen vergleichbaren Spielraum. Schreibe Formel und Zustandszeit auf, bevor du Gebühren oder Splits nebeneinanderstellst.

Was unterscheidet eine Evaluation von einem Brokerkonto?

Eine Retail-Evaluation kann eine Gebühr für Prüfungs- und Simulationsleistungen erheben und nach Bedingungen eine vertragliche Vergütung vorsehen. Bestehen beweist nicht Zugang zu live handelbarem Firmenkapital. FTMO beschreibt Teilnehmerkonten einschließlich FTMO Account als simuliert und die Rewards unabhängig davon, ob ausgewählte Daten für eigenes reales Gruppentrading verwendet werden.

Andere Anbieter können andere Modelle haben. Simulation beweist ihrerseits nicht, dass sämtliche Rewards ausschließlich aus neuen Teilnehmergebühren bezahlt werden. Prüfe die tatsächliche Verpflichtung, Firma und Finanzierungsaussagen. Eine lizenzierte Datenquelle oder Plattform wird nicht automatisch zum Schuldner deiner Vergütung. Broker gegen Prop-Firma trennt diese Verträge.

Deutsche Retail-CFD-Schutzbedingungen dürfen nicht pauschal auf den Kauf einer simulierten Challenge oder einen Rewardanspruch übertragen werden. Ein beworbener hunderttausend-EUR-Account ist auch nicht notwendig hunderttausend EUR dein auszahlbares Eigentum. Teilnahmegebühr, Simulationsgröße und vertraglich fällige Zahlung sind getrennte Beträge.

Warum entscheidet die Zahl der Prüfungsstufen wenig?

One-Step, Two-Step und sofortiger Zugang beschreiben verschiedene Programmwege. Targets, Gebühren, Tages-/Gesamtlimits, Konsistenz und Accountstatus müssen jeweils aus dem konkreten Angebot folgen. Weniger Stufen garantieren weder kleineren Preis noch engere Grenzen oder schnelleres Live-Kapital. Eine Marke kann mehrere Programme mit eigenen Fassungen anbieten.

Vergleiche außerdem erlaubte Symbole, Zeitfenster, Halten, Methoden und Änderungen. Ein kleinerer Teilnahmebetrag kann bei nicht erlaubter Methode keinen sinnvollen Zugang ersetzen. Schreibe fehlende Angaben als offen auf; keine pauschale marktweite 70–90-Prozent-Splitrange oder Bestehenswahrscheinlichkeit wird hier behauptet.

Welche drei Zehn-Prozent-Böden werden oft verwechselt?

Das hypothetische EUR-Modell startet 100.000 und hat später Peak 112.000. Statisch zehn Prozent vom Start:90.000 EUR Boden. Trailing mit fest 10.000 EUR Abstand:102.000. Trailing als zehn Prozent vom veränderlichen Peak:100.800. Bei Equity 100.500 ist das statische Limit nicht unterschritten, die beiden gewählten Trailing-Böden dagegen schon.

Die drei Regeln sind frei gewählte Vergleichsformeln, keine universelle FTMO- oder Branchentarifliste. Prüfe, ob Peak aus Balance oder Equity kommt, wann er aktualisiert wird und ob eine Obergrenze oder Reward-Entnahme den Boden verändert. Rechenbasis der Grenze und Größe für die Compliance-Prüfung sind getrennte Felder.

Equity enthält offene Ergebnisse, gegebenenfalls positive und negative, sowie die nach Programm einzubeziehenden Kosten. Eine Balance-basierte Schwelle kann deshalb gleichzeitig gegen Equity getestet werden. Ein Regelboden ist auch kein garantierter maximaler echter Ausführungsverlust. Die vertragliche Simulation und reale Marktausführung sind unterschiedliche Fragen.

Wie verändert Reset den Spielraum ohne Preisbewegung?

Unser eigenständiges hypothetisches EUR-Programm definiert Tagesboden als Balance beim Reset minus 5.000, unabhängig von anderen Regeln. Tagesstart 100.000 ergibt 95.000. Vor dem nächsten Reset steigt geschlossene Balance auf 103.000, während Floating-P/L−6.000 beträgt. Equity bleibt 97.000:2.000 über bisherigem Boden.

Reset verändert Boden, nicht PreisHypothetisches EUR-Programm: Kontosaldo beim Reset minus 5.000 EUR bestimmt den Boden. Keine zusätzlichen Kosten oder Preisänderungen.RECHEN- UND LERNBEISPIELVor ResetBoden 95.000 /Equity97.000 EURNeue BasisBalance 103.000 EURNach ResetBoden 98.000 /Equity97.000 EUR
Reset verändert Boden, nicht Preis. Hypothetisches EUR-Programm: Kontosaldo beim Reset minus 5.000 EUR bestimmt den Boden. Keine zusätzlichen Kosten oder Preisänderungen.

Equity 97.000 ist vorher 2.000 darüber, nachher 1.000 darunter.

Vor Reset
Boden 95.000 /Equity 97.000 EUR – 2.000 Spielraum
Neue Basis
Balance 103.000 EUR – Floating−6.000 bleibt
Nach Reset
Boden 98.000 /Equity 97.000 EUR – 1.000 Unterschreitung

Nach dem Reset wird 103.000 als neue Basis genommen, Boden 98.000. Dieselbe Equity 97.000 liegt nun 1.000 darunter. Keine neue Preisbewegung ist angenommen; der berechnete Maßstab hat sich verändert. Floating-Verlust wird nicht durch einen Tageswechsel gelöscht. Das 5.000-EUR-Limit ist ausdrücklich erfunden und nicht die aktuelle Tagesrate jedes FTMO-Produkts.

Lege vor und nach Reset vollständige Zeilen für Balance, offene Bewertung, Gebühren und Schwelle an. Prüfe außerdem das Gesamtlimit, statt eine einzige Tagesanzeige zum Freibrief zu machen. Ein später positiver Abschluss kann eine frühere Verletzung nicht im Modell ungeschehen machen. Der Anbieter definiert die maßgebliche Zeitzone und den Resetzeitpunkt.

Welche FTMO-Version gilt nach 12. Oktober 2026?

Das Update vom 8. Oktober nennt für neue Bestellungen der 1-Step-Challenge ab 12. Oktober 2026 um 09:00 GMT+3 die Consistency-Regel; ebenso für 1-Step-Accounts, die am oder nach 12. Oktober zusammengelegt werden. Frühere Bestellungen behalten laut Update Best Day auch nach Bestehen, Reward oder nachfolgendem Account, sofern die Merge-Ausnahme nicht greift.

Beide Regeln verwenden 50 Prozent als Grenze, aber unterschiedliche Nenner: Best Day nutzt die Summe positiver Tagesresultate, Consistency gesamtes realisiertes Nettoergebnis einschließlich Verlusttage. Nicht erfüllte Relation allein gilt dort nicht als Accountbruch, verhindert aber Abschluss beziehungsweise Reward-Berechtigung. Andere Tradingziele müssen weiterhin zugleich erfüllt sein.

Für Berlin am 12. Oktober 2026 ist 09:00 bei festem GMT+3 gleich 08:00 MESZ, weil Berlin an diesem Datum UTC+2 hat. Das ist die datierte Umstellungszeit, nicht automatisch der tägliche Reset. Die Zielseite nennt dessen 00:00 CE(S)T. Speichere Bestellzeit und Mergehistorie sowie Regelversion, statt zwei verschieden bezeichnete Uhren oder Ereignisse gleichzusetzen.

Wie ändern Verlusttage die beiden Nenner?

Unsere hypothetischen geschlossenen Tagesresultate in EUR lauten+600,+400,−500. Positive Tage ergeben 1.000, gesamtes Netto 500, bester Tag 600. Best Day:60 Prozent; Consistency:120 Prozent. Prozent über hundert ist mathematisch möglich, weil der Netto-Nenner nach Verlust kleiner als der beste positive Tag ist.

Eine zusätzlich angenommene+200-EUR-Zeile lässt den besten Tag 600 unverändert. Positiver Nenner 1.200:50 Prozent. Nettonenner 700: rund 85,71 Prozent. Eine weitere+500-Zeile ergibt positive 1.700 und Netto 1.200; Relationen rund 35,29 beziehungsweise 50 Prozent. Alle Kosten seien bereits in Tages-P/L enthalten. Bewahre die vollständige Tagesliste auf; ohne sie lässt sich ein angezeigter Quotient nicht unabhängig mit seinem benannten Nenner abstimmen.

Diese Reihenfolge erläutert Formeln, fordert keine neuen Trades und verspricht keine Freischaltung. Wenn ein neuer Tag den Bestwert übersteigt, ändert sich auch der Zähler. Bei null oder negativem Gesamtprofit ist eine positive Reward-Berechtigung nicht durch eine beliebige Prozentanzeige bewiesen. Prüfe den tatsächlichen programmbezogenen Umgang mit solchen Grenzfällen.

Warum kann ein höherer Split trotzdem weniger übriglassen?

Unser getrenntes hypothetisches EUR-Modell unterstellt gleiches qualifiziertes Ergebnis 1.000 und erfüllte Verträge. 80 Prozent ergeben 800 EUR,90 Prozent 900. Hat das zweite Programm 150 EUR mehr nicht erstattete Teilnahmeausgaben, überwiegt das die 100 EUR zusätzliche Vergütung:50 EUR ungünstigere Vergleichsdifferenz für diesen einzigen Abrechnungsfall.

Steuern, sonstige Kosten und weitere Perioden fehlen. Es wird keine Zahlungswahrscheinlichkeit modelliert. Prüfe erst Anspruch, Mindestbetrag, Abzüge, erlaubten Antrag, Prüfung und endgültigen Bankempfang. Eine Wartezeit bis zum Antrag ist nicht automatisch identische Processing- oder Empfangsdauer. Ein vergangener datierter Transfer beweist nur diesen Vorgang, keine künftige Solvenz oder eigene Anspruchserfüllung.

Welche drei Dokumente brauchst du vor Teilnahmezahlung?

  1. Sichere das konkrete Regelpaket. Notiere Firma, Produkt, Fassung, simulierten oder realen Accountstatus sowie Gebühr und Rückzahlungsbedingungen. Prüfe Methoden, Zeitzonen und mögliche Änderungen; die Zahl der Stufen und eine große Simulationssumme beweisen keinen günstigen Zugang oder eigenen Kapitalanspruch.
  2. Rechne Grenzen auf einer vollständigen Zeitachse. Trenne Rechenbasis, Equitytest, Reset und Gesamtboden sowie alte oder neue Consistency-Version. Prüfe Zustände vor und nach Tageswechsel mit offenen Verlusten; ein späterer Gewinn und identischer Preis beseitigen keinen vorher veränderten Regelmaßstab.
  3. Prüfe Reward statt nur Split. Bewahre Anspruchsvoraussetzungen, Mindestbetrag, Abzüge und Antrag-/Prüf-/Empfangszeiten mit der zuständigen Firma. Behandle Teilnahmeausgaben als gefährdetes Geld; ein früherer Zahlungsbeleg, Brokerlogo oder Datenanbieter garantiert keine künftige Vergütung und ersetzt keine Vertragsprüfung.