SMC-Begriffe können Preisereignisse benennen, ohne deren wirtschaftliche Ursache zu beweisen. OHLC zeigt Open, High, Low und Close eines bezeichneten Feeds. Es verrät keine Eigentümer, Motive, Restorders oder vollständigen Marktpositionen. Festgelegte Beobachtung, behauptete Institutionenerklärung und ausgeführter Trade gehören in getrennte Felder.

Fünf Begriffe benötigen konkrete Regeln

BIS beschreibt Spot und viele FX-Derivate als OTC-Märkte mit Dealerintermediären. Retailchart ist kein vollständiges globales Orderregister. Begriffe mit klassischem Support-/Resistance-Verfahren zu vergleichen erfordert gleiche Daten und ausdrückliche Auswahlregeln. Neues Vokabular beweist keine genaueren oder profitableren Entries.

Arbeitsdefinitionen, kein universeller SMC-Standard
LabelZu beschreiben
LiquiditätAusführbarer Preis und Menge; OHLC zeigt nicht alle wartenden Orders
Order BlockGewählte Kerzenzone nach bezeichnetem Lookback und Trigger
BOSBruch unter vorher definiertem Richtungs-/Pivotstatus
CHoCHEntgegengesetzter Bruch nach denselben Strukturregeln
FVGFestgelegte Nichtüberlappung, kein Beweis fehlender Trades

Preis-Sweep und Gegenparteien unterscheiden

Unsere High-Sweep-Bedingung verlangt aktuelles High über zuvor bekanntem Level und finalen Close darunter. Erst danach ist sie bestätigt. Gleiche Hochs allein zeigen weder wartende Orders noch Besuch des Levels als notwendige nächste Bewegung.

Ein Käufer braucht Verkäufer als Gegenpartei. Ausgelöster Stop einer Shortposition oberhalb Hoch ist Kauforder, keine automatisch verkaufende Liquidität für eine kaufwillige Institution. Chart verrät tatsächliches Gegenparteienbuch nicht. Externe, interne oder Sitzungsliquidität benötigt bezeichnetes beobachtbares Kriterium und Datenumfang, keine frei ergänzte Londoner Stopjagd.

Quote-Seite und verfügbare Größe sind eigene Ausführungsinputs. Bid-High crossing beweist nicht Ask-Ausführung oder konkrete Stopaktivierung eines fremden Kontos. Beschreibe daher zunächst messbaren Pfad statt Absicht. Providerquotes, Gebühren und späterer Fill bleiben zusätzlich zu prüfen.

Orderblock nach vorher festgelegter Auswahl

Arbeitsregel bullisch: erst nach Close über bekanntem High wähle letzte fallende Kerze unter drei unmittelbar vorherigen Bars. Verwende deren gesamte Low-High-Spanne. Fehlt solche Kerze, wird keine Zone gewählt. Drei-Bar-Fenster und ganze Spanne sind Parameter, kein institutioneller Positionsdetektor.

Speichere Körper-/Vollspannenwahl, Lookback und Labelzeit. Zusätzlicher FVG oder höherer Zeitrahmen ist weiterer Filter, keine belegte institutionelle Absicht. Order-Block-Trading untersucht alternative Grenzen und Endstatus. Bewahre auch abgelehnte Fälle.

Vollständige erfundene EUR/USD-Bidfolge

Ein fixes Intervall, hypothetische OHLC
BarOpenHighLowClose
11,10001,10101,09951,1005
21,10051,10151,10001,1010
31,10101,10201,10081,1016
41,10161,10181,10041,1008
51,10081,10101,09981,1002
61,10021,10341,10001,1030
71,10301,10401,10241,1035

Highpivot verlangt striktes High über zwei Bars auf jeder Seite, Gleichheit scheitert; Lowpivot analog. Bar 3 übertrifft Highs 1/2/4/5 und wird erst nach 5 bestätigt. Bar 6-Close 1,1030 überschreitet Level 1,1020 um 10 Pips. Letzte fallende unter 3–5 ist 5: gewählter OB[1,0998;1,1010], Breite 12 Pips, Label erst nach 6. Kein darauf basierender Entry stand an 5 fest.

BOS-Ereignis benötigt verbrauchbare Level-ID

Eigener Bruch verlangt ersten Close über zuletzt bestätigtem unbenutztem Highpivot; Lowvariante entsprechend darunter. Danach wird ID verbraucht. Docht genügt nicht, weitere Schlüsse über gleichem Level sind keine neuen Ereignisse. Speichere Pivot als Objekt mit ID, Preis und Bestätigungszeit.

Separates fiktives P7-Level 100 und aufeinanderfolgende Closes 99/101/102/99/101: drei Schlüsse sind darüber. Zweimal erfolgt Übergang von ≤100 zu >100. Unsere einmalige Nutzungsregel liefert trotzdem ein Ereignis. Erster 101-Close setzt P7 auf benutzt; Rückkehr 99 reaktiviert es nicht.

Programm, das jeden Close>100 meldet, zählt Preiszustand. Flankenprüfung zählt zwei Übergänge. Persistenter Verbrauchsstatus zählt einen Bruch. Diese Verfahren sind unterschiedliche Spezifikationen. Neues bestätigtes Pivot braucht neue ID und eigene Verfügbarkeit; wiederholter Kurs erzeugt kein neues Objekt.

Ein Pivot, drei Schlüsse darüber, zwei Übertritte, ein EreignisBekanntes P7-Level 100 mit Close 99/101/102/99/101 und Statuswechsel nach erstem Bruch.RECHEN- UND LERNBEISPIELClose>1003 BeobachtungenÜbergang nach oben2 ÜbergängeP7 erstmals benutzt1 Ereignis
Ein Pivot, drei Schlüsse darüber, zwei Übertritte, ein Ereignis. Bekanntes P7-Level 100 mit Close 99/101/102/99/101 und Statuswechsel nach erstem Bruch.

Preiszustand, Übergang und verbrauchtes Objekt sind verschiedene Tests.

Close>100
3 Beobachtungen – 101,102,101
Übergang nach oben
2 Übergänge – 99→101 zweimal
P7 erstmals benutzt
1 Ereignis – ID danach bleibt verbraucht

BOS und CHoCH brauchen vorherige Richtung

BOS bezeichnet üblicherweise Bruch mit voriger Richtung, CHoCH dagegen entgegen. Definiere, welche bestätigten Pivots Richtung bestimmen und wann sie wechselt. Ohne Kontext sind neutrale High-/Low-Bruchlabels präziser als behauptete Fortsetzung oder Umkehr.

CHoCH liefert keinen Nachweis, Institutionen hätten eine Phase beendet. Pullbackentry, Sofortentry und Nichteinstieg sind eigene Strategieregeln mit Kosten. Breaker braucht gesonderte Invalidierung und Rollenwechsel. Namen garantieren keine sicherere Order oder bekannte Fehlausbruchquote.

FVG und verschiedene Rückkehrtiefen

Für drei aufeinanderfolgende Bars A/B/C verlangt bullisches FVG L(C)>H(A), Band[H(A); L(C)]. Bärisch H(C)< L(A). Gleichheit liefert keine positive Breite. Bars 5–6–7 ergeben[1,1010;1,1024],14 Pips und Mittelpunkt 1,1017, bekannt erst nach 7.

Bar 6-Spanne überdeckt gesamten Bereich. Nichtüberlappung 5/7 beweist deshalb keine fehlenden Quotes oder Trades darin. OB und FVG berühren sich bei 1,1010, haben aber keine positive Schnittbreite. Beide stammen zudem aus denselben Kerzen und sind nicht automatisch unabhängige statistische Bestätigung.

Späterer Bar von oberhalb erreicht Low 1,1016: Rückkehrtief 8/14≈57,14 %. Mittelpunkt ist passiert, gegenüberliegende Grenze 1,1010 nicht. Definiere erste Berührung, Mitte, vollständige Traversierung und Beobachtungsfrist separat. Ein nie zurückkehrender Bereich bleibt in Ergebnissen.

Identische OHLC lassen Reihenfolge offen

Separater fiktiver Bidbar O = 1,1026/H = 1,1032/L = 1,1008/C = 1,1028, vorher bekanntes High 1,1030 und FVG[1,1010;1,1024]. Angenommen sind kontinuierliche Pfade ohne Lücken. Pfad 1,1026→1,1032→1,1008→1,1028 kreuzt Hoch vor erstem FVG-Kontakt; Pfad 1,1026→1,1008→1,1032→1,1028 erreicht FVG zuerst.

Beide zeigen gleiches OHLC, High oberhalb Level, Schluss darunter und Low durch ganzen FVG. Sweep ist in beiden erst final bestätigt. Zusatzregel „High zuerst, dann erste Rückkehr“ lässt sich aus identischen OHLC nicht rekonstruieren. Emulatorannahme über Intrabarverlauf ist kein beobachteter Marktpfad. Nutze feinere Daten, wenn Reihenfolge Pflicht ist.

Welche drei Schritte kannst du durchführen?

  1. Fixiere Quelle, Seite, Intervall, Zone, Gleichheit, Pivotbestätigung und Richtungs-/Verbrauchsstatus. Protokolliere jeden Kandidaten samt ursprünglichem Bar und späterer Erkennungszeit, auch Ablehnung.
  2. Rechne vollständige sieben Bars, OB/FVG und P7-Abfolge. Trenne Zustand, Übergang und erstes Ereignis; speichere nie zurückkehrende Zonen und prüfe beide gleich-OHLC-Pfade ohne erfundene Reihenfolge.
  3. Definiere Orders, Menge, Exits und Kosten unabhängig von Labels. Bewerte komplette Stichprobe auf unbenutzten Daten samt Unsicherheit. Headline-Winrate, CFD-Verlustwarnung oder mehrere Labels derselben Kerzen belegen keinen spezifischen Vorteil.