In diesem Artikel
Nach diesem Artikel kannst du …
- Kurszone von behaupteter Bankorder trennen.
- Unterschiedliche erste Berührungen voller und schmaler Zone prüfen.
- Bestätigungszeit, Ablauf und Ask-Ausführung festlegen.
- Alle Endstatus im Stichprobennenner bewahren.
Begriffe direkt erklärt
Backtesting Handelsjournal Demokonto Liquidität Stop-Loss Long-PositionEine verbreitete SMC-Konvention wählt die letzte fallende Kerze vor einem Anstieg oder letzte steigende vor einem Rückgang. Damit ist ein Order Block zunächst eine überprüfbare Preiszone. OHLC-Daten zeigen nicht sämtliche Positionen, Marktteilnehmer oder unverbrauchten Kaufaufträge. „Danach stieg der Kurs“ ist beobachtbar; eine angebliche Bankabsicht braucht zusätzliche Daten.
Was definierst du tatsächlich?
Implementierungen verwenden volle High-Low-Spanne, Kerzenkörper oder Mischformen. Auch Berührung, Reaktionsbestätigung und Invalidierung unterscheiden sich. LuxAlgos dokumentiertes Produkt entfernt Zonen nach einem bezeichneten Bruch und bietet Close-, Wick- und Average-Bedingungen. Das Wort „Mitigation“ ist deshalb keine ausreichende Regelbeschreibung.
Speichere ursprüngliche Grenzen, Auswahlkerze und Bestätigungszeit. Unterstützung und Widerstand können ähnliche Bereiche betreffen, doch eine neue Bezeichnung legt keine wirtschaftliche Ursache offen. Ein beliebig nach späterem Anstieg ausgewähltes Rechteck ist kein vorab verfügbares Signal. SMC-Mechanik benötigt dieselbe zeitliche Nachvollziehbarkeit wie andere Chartmethoden.
Schmale Zone verändert mehr als den Stop
Eigenes unabhängiges EUR/USD-Modell: t0 Open 1,1000, Close 1,0990, Low 1,0980, High 1,1004. Volle Zone umfasst 24 Pips, Körperzone 10. Nur erste Berührung kann qualifizieren; deren Schluss muss oberhalb jeweiliger Oberkante enden, sonst endet Beobachtung.
t6 Low 1,1002/Close 1,1003/High 1,1010 berührt volle Zone, scheitert aber am Schluss über 1,1004. Körperzone 1,0990–1,1000 bleibt unberührt. t7 Low 1,0995/Close 1,1006/High 1,1010 kann deren erste Berührung bestätigen. Volle Zone wurde bereits verworfen und darf nicht durch späteren Bounce wiederbelebt werden.
Schmalere Grenzen ändern somit Kandidatenauswahl und Endstatus. Sie garantieren keinen günstigeren Fill, besseren Stop oder höhere Qualität. Verändere die Grenze nicht nach Kenntnis der Reaktion; sonst vergleichst du verschiedene, rückblickend gewählte Regeln.
Ein vollständiger H1-Prototyp als Forschungsregel
Der folgende Long-Prototyp ist eine eigene experimentelle Definition, kein universeller SMC-Standard oder optimaler Parametersatz. Verwende eine Anbieter-Bidreihe und feste Kerzenzone. Nach fallender t0 müssen t1–t3 drei aufeinanderfolgende steigende Kerzen sein. t3-Close muss über maximalem High der vorausgehenden 20 Kerzen liegen, t3 selbst ausgeschlossen. Erst jetzt speichere volle t0-Spanne.
Beobachte t4–t13 einschließlich: zehn Kerzen. Jeder Bid unter Unterkante vor Entry invalidiert Zone; fehlende Berührung bis Ablauf beendet Beobachtung. Betrachte nur erste Kerze, deren Spanne die Zone schneidet. Ihr abgeschlossener Close muss strikt über Oberkante liegen, sonst endet Beobachtung. Ein intrabar überschrittener Kurs ersetzt keinen finalen Schluss.
Nach qualifiziertem Schluss erfolgt Kauf am nächsten verfügbaren Ask. SL liegt 2 Pips unter Unterkante, Target in doppelter Entry-SL-Distanz. Verzichte bei aktuellem Bid auf/unter SL oder unzulässigen Orderbedingungen. Eine Zone und Position gleichzeitig, keine Nachkäufe oder Wiedereinstiege aus derselben Zone. Eine Shortvariante braucht eigene Ask-Trigger- und Ausführungsregeln.
Zusätzliche höhere Trend- oder Lagefilter werden vorab definiert und separat getestet. Gegenrichtung ist nicht zwingend Verlust, gleiche Hochs beweisen keine wartenden Orders. Dokumentiere Zeitzone, Bidquelle, Schluss-Verfügbarkeit und Orderbestätigung; Europe/Berlin kann Anzeige sein, ersetzt aber nicht die Server-Kerzengrenzen.
Zwei getrennte Rechenbeispiele
H4 mit ausdrücklich gewählter Open-Low-Zone
Hypothetische fallende Kerze öffnet 1,0830 mit Low 1,0820; spätere Bewegung erreicht 1,0890. Gewählte Open-Low-Zone 1,0820–1,0830 ist 10 Pips breit. Verfügbar wird sie erst nach festgelegter Bestätigung, nicht an der ursprünglichen Kerze. Sie zeigt keinen Bankbestand.
Angenommener Ask-Entry 1,0828, geplanter Bid-SL 1,0815 und unabhängig möglicher Bid-Exit 1,0905 ergeben 13 beziehungsweise 77 Pips. Für 10.000 EUR mit hypothetischer Gesamtkommission 2 USD gilt exakter Stop netto −15 USD, Target +75 USD. Bruttoverhältnis 77/13 ≈ 5,92 wird netto 75/15 = 5. Schlechterer Stop-Fill 1,0810 ergibt −20 USD. Finanzierung und Konversion fehlen hier bewusst.
H1 nach vollständig festgelegtem Prototyp
t0 O 1,1000/H 1,1004/L 1,0980/C 1,0990 ist noch keine bestätigte Zone. Erst t3 mit drei steigenden Kerzen und Close 1,1045 gegenüber vorausgehenden 20 Highs ≤1,1035 qualifiziert 1,0980–1,1004. Nach unberührten t4–t5 erfüllt t6 Low 1,0995/Close 1,1010 die erste Retestregel.
Angenommener nächster Ask 1,1012 und SL 1,0978 ergeben 34 Pips; Target 1,1080 liegt 68 Pips entfernt. Für 10.000 EUR und 2 USD Kommission ergeben separate Bid-Exits 1,1080/1,0978/1,0973 netto +66/−36/−41 USD. Bruttoverhältnis 2 wird netto 66/36 ≈ 1,83. Spread steckt bereits in Ask-/Bid-Fills.
Mit ausschließlich hypothetischem konstantem Satz 0,90 EUR je USD entsprechen diese drei Nettoausgänge +59,40/−32,40/−36,90 EUR. Kein Betrag ist ein tatsächlicher Kontotarif. Bei veränderlichen oder kostenpflichtigen Konversionen ist die echte Abrechnung gesondert zu rechnen. SL ist keine Garantie des geplanten Geldverlusts.
Zwei aus sechs ist Berührungsquote; zwei aus zwei ist ausgewählter Rest, kein Gewinnnachweis.
- A und D
- 2 Berührungen – Zwei vorab qualifizierte Fälle
- B, C, F
- 3 Invalidierungen – Im Nenner erhalten
- E
- 1 Ablauf – Im Nenner erhalten
- Vollständig
- 2/6 = 33,3 % – Keine Profitmessung
- Nur sichtbare
- 2/2 = 100 % – Auswahl verändert Nenner
Gelöschtes Rechteck bleibt im Register
Sechs zuvor qualifizierte fiktive Zonen A–F: A und D erfüllen Berührungsregel, B/C/F werden vorher invalidiert, E läuft ab. Alle erhalten genau einen Endstatus. Vollständige Berührungsquote beträgt 2/6 ≈ 33,3 %. Bleiben nur A/D sichtbar, zeigt deren Auswahl 2/2 = 100 %. Das ist nachträglich veränderter Nenner, keine höhere Qualität.
Berührung ist kein Gewinn. Entry, Fill und Ergebnis bleiben separate Ereignisse. Bewahre IDs, Bestätigungszeit und jeden Endstatus auch nach Chartbereinigung. Ein aktuell sichtbares Bild rekonstruiert weder damalige Stichprobe noch erwarteten Nettoertrag.
BIS beschrieb 2019 fragmentierte FX-Ausführung und zeitweises Internalisieren von Kundenrisiko durch Dealer. Working Paper 405 untersucht Informationen in historischen Kundenwährungstrades unterschiedlicher Gruppen. Beide verwenden andere Informationen als dein Rechteck und validieren keine Order-Block-Strategie. Einzelne Handelsplätze können Bücher haben; Retail-OHLC ist keine konsolidierte Bankorderansicht.
Welche drei Schritte kannst du durchführen?
- Speichere jeden qualifizierten Kandidaten mit ID, Originalgrenzen und Bestätigungszeit vor Kenntnis der Reaktion. Protokolliere erste Berührung, Invalidierung oder Ablauf; entferne keinen gescheiterten Fall aus dem Nenner.
- Klassifiziere dieselben Kandidaten mit und ohne vorher definierten Trendfilter. Halte Kosten und Ausführung konstant und vergleiche getrennte Nettoausgänge statt nur attraktiv verbliebene Rechtecke.
- Prüfe vollständig festgelegte Orders auf einer separaten Periode. Durchquert eine Kerze SL und Target, nutze feinere Daten oder erklärte konservative Annahme. Demo, zehn Bilder oder dreißig Trades beweisen keinen Vorteil.
Prüfe dein Verständnis
Etwa 2 Minuten Übung.
Antwort und Erklärung anzeigen
Richtig: alle qualifizierten Fälle bleiben enthalten; Berührung ist kein Gewinn.
Weitere Fragen
Wie unterscheidet sich Order Block von Angebots-/Nachfragezone?
Die Namen stehen für unterschiedliche Konstruktionsregeln. Eine einzelne Kerze oder schmalere Körperzone verändert Berührungen und Invalidierungen, nicht automatisch Kosten oder Qualität. Im Modell scheitert volle Zone bereits bei t6, während Körperzone erst t7 qualifiziert. Eine spätere gute Reaktion darf den vorher verworfenen Fall nicht wiederbeleben. Beide Rechtecke identifizieren keine verbliebenen institutionellen Orders.
Wie setze ich Entry, Stop und Ziel?
Fixiere konkrete Implementierung. Unser H1-Prototyp bestätigt t0 erst t3, beobachtet t4–t13 und verwendet ersten qualifizierten abgeschlossenen Retest. Ask 1,1012, SL 1,0978 und Target 1,1080 ergeben brutto Verhältnis 2; bei 10.000 EUR mit 2 USD Kommission netto 66/36 ≈ 1,83. Schlechterer Stop-Fill vergrößert Verlust. Parameter sind experimentell, nicht optimal.
Ist die Zone eine tatsächliche institutionelle Fußspur?
Ein Preisrechteck zeigt weder Teilnehmer noch Position oder unvollständig ausgeführte Order. BIS beschreibt historische Internalisierung und Fragmentierung; Kundenflow-Forschung verwendet Daten, die OHLC nicht rekonstruieren kann. Diese Arbeiten validieren keine konkreten Einstiege aus deiner Zone. Behandle sie als definierte Kurshypothese und trenne messbare Preisbedingungen von unbelegter Absicht eines Dealers.
Welcher Testfehler entsteht durch verschwundene Rechtecke?
Spätere Bereinigung kann abgelaufene und invalidierte Fälle aus dem Bild entfernen. Im fiktiven Register bleiben alle sechs zuvor qualifizierten Zonen enthalten: zwei Berührungen aus sechs statt zwei aus zwei sichtbaren. Das misst Berührung, keinen Tradegewinn. Speichere Bestätigungszeit und Endstatus. Ein Trendfilter oder Stop hinter Zone liefert ebenfalls noch keinen Nachweis positiver Nettoerwartung.
Quellen und Nachvollziehbarkeit
- LuxAlgo: Volumetric Order Blocks
Produkt-eigene Close/Wick/Average-Bruchregeln und verschwundene Zonen, keine belegten Bankbestände.
- BIS Working Paper 405: Customer Currency Trades
Historischer Kundenflow-Datensatz, keine Rekonstruktion aus Chartkerzen.
- BIS: Fragmentierte FX-Ausführung (2019)
Dealer-Internalisierung und Marktstruktur, kein Validierungsbeleg dieser Handelsregel.
- TradingView: Strategies
Stichprobenauswahl, zeitliche Verfügbarkeit und Ausführungsannahmen im Strategietest.
Rechenfälle sind ausdrücklich angenommene Beispiele. Sie ersetzen weder aktuelle Marktdaten noch die Spezifikation deines Anbieters.
