Kerzenmuster geben Preisformen und Folgen Namen. Sie beschreiben einen Chart; der Name liefert keine Gewinnwahrscheinlichkeit. Beginne mit Körper und Schatten und halte fest, wann die vollständige Form bekannt ist. OHLC-Daten gehören zu einer gewählten Kursreihe und Periode. Sie zeigen nicht die Identität, Absicht oder durchgehende Kontrolle der beteiligten Käufer und Verkäufer.

Was verrät die Form einer Kerze tatsächlich?

O ist der erste Preis der Periode, H ihr höchster, L ihr niedrigster und C ihr letzter. Der Körper beträgt |C − O|, der obere Schatten H − max(O, C), der untere Schatten min(O, C) − L. Die Gesamtspanne beträgt H − L. Bei C über O steigt der Körper, bei C unter O fällt er. Grün und Rot sind lediglich Chart-Einstellungen. Die vier Preise zeigen nicht, ob Hoch oder Tief zuerst erreicht wurde.

Ein langer Körper misst einen Abstand; ein langer Schatten ein Extrem außerhalb des Körpers. Begriffe wie Entschlossenheit oder Ablehnung sind Interpretationen. Identische OHLC können aus unterschiedlichen inneren Preisverläufen entstehen. Ein steigender Körper beweist daher keine ununterbrochene Käuferkontrolle. Die CandleCharts-Definitionen von Steve Nison liefern die Musterbegriffe; trenne ihre Geometrie von einer Ergebnisprognose.

Zwei H1-Körper ergeben einen H2-DojiHypothetisches OHLC-Modell: H1-Körper je 10, H2-Körper 0 und H2-Spanne 14. Doji-Körper bei Open=Close als horizontale Linie zeichnen. Gleiche Kursseite, Zeitintervalle Europe/Berlin. H2 ist Zusammenfassung derselben beiden H1-Kerzen, keine dritte Folgekerze.HYPOTHETISCHES OHLC-MODELLBeliebige Preiseinheiten · gleiche SkalaZwei aufeinanderfolgendeH1-Kerzen103958709:00–10:00 H110:00–11:00 H1Zusammenfassung desselbenZeitraums103958709:00–11:00 H2Blau: C ≥ O · Rot: C < O · kein Signal
Zwei H1-Körper ergeben einen H2-Doji. OHLC-Werte zweier H1-Kerzen und ihrer H2-Aggregation auf derselben Preisbasis. H2 ist keine dritte Folgekerze.

Die Intervallwahl verändert die Kerzenform derselben Geschichte.

Hypothetisches OHLC-Modell: H1-Körper je 10, H2-Körper 0 und H2-Spanne 14. Doji-Körper bei Open=Close als horizontale Linie zeichnen.

Gleiche Kursseite, Zeitintervalle Europe/Berlin. H2 ist Zusammenfassung derselben beiden H1-Kerzen, keine dritte Folgekerze.

09:00–10:00 H1
100 / 101 / 89 / 90 – Körper 10
10:00–11:00 H1
90 / 102 / 88 / 100 – Körper 10
09:00–11:00 H2
100 / 102 / 88 / 100 – Körper 0; Spanne 14

Eine andere Periode kann dieselbe Geschichte anders beschriften. Zwei fiktive H1-Kerzen lauten O/H/L/C = 100/101/89/90 und 90/102/88/100. Beide Körper sind zehn Einheiten lang. Aggregierst du 09:00–10:00 und 10:00–11:00 Europe/Berlin bei unveränderter Kursseite zu H2, erhältst du den ersten O = 100, das höchste H = 102, das niedrigste L = 88 und den letzten C = 100. Der H2-Körper ist null, seine Gesamtspanne 14.

H2 ist hier keine dritte aufeinanderfolgende Kerze, sondern die Zusammenfassung der beiden H1-Kerzen. Ein Doji im größeren Intervall bedeutet nicht, dass seine Bestandteile ebenfalls Dojis waren. Die MetaQuotes-Preisdokumentation erklärt OHLC und Zeitrahmenbildung. Halte Zeitzone, Datenlücken und Originalzeit fest; bei Sommerzeitwechseln darf die Aggregation nicht unbemerkt andere Perioden verwenden.

Wie unterscheiden sich Einzelkerzen und ihr Kontext?

Hammer und Hanging Man teilen einen kleinen Körper oben, einen langen unteren Schatten und wenig oberen Schatten. Die klassische Hammerbeschreibung verlangt einen unteren Schatten mindestens doppelt so lang wie den Körper. Der Name hängt davon ab, ob zuvor eine Abwärts- oder Aufwärtsbewegung vorlag. Inverted Hammer und Shooting Star haben dagegen einen langen oberen Schatten und kleinen Körper unten; auch sie unterscheiden sich durch den vorherigen Kontext.

Zehn Erkennungsnamen ohne Performance-Rangliste
NameGeometrie und Kontext
HammerKleiner Körper oben, langer unterer Schatten; nach Rückgang
Hanging ManHammerform nach Anstieg
Inverted HammerKleiner Körper unten, langer oberer Schatten; nach Rückgang
Shooting StarInverted-Hammer-Form nach Anstieg
DojiGleiche oder nahe Eröffnung und Schluss
Spinning TopKleiner Körper; relative Größe ausdrücklich prüfen
Bullish EngulfingSteigender Körper umfasst vorherigen fallenden Körper; nach Rückgang
Bearish EngulfingFallender Körper umfasst vorherigen steigenden Körper; nach Anstieg
Morning StarGroßer fallender Körper, kleine Mitte mit Körperlücke, steigender Schluss tief im ersten Körper
Evening StarSpiegelbild des Morning Star nach Anstieg

Definiere „klein“ und „nahe“ numerisch, wenn ein Scanner entscheiden soll. Ein Körper von höchstens fünf Prozent der eigenen Gesamtspanne wäre eine erfundene mögliche Doji-Regel, kein universeller Standard. Bei null Spanne ist die Division ungültig. Die Doji-Erklärung und die Hammer-Prüfung trennen Erkennung und Kontext weiter.

Welche Grenzen prüfen Mehrkerzenmuster?

Engulfing vergleicht die Körper. Die zweite Kerze muss nicht die vollständige Hoch-Tief-Spanne der ersten umfassen. Lege die Behandlung gleicher Körpergrenzen ausdrücklich fest. Morning Star verlangt in der klassischen Beschreibung eine kleine mittlere Kerze mit Lücke gegenüber dem ersten großen fallenden Körper sowie einen steigenden Schluss deutlich innerhalb des ersten Körpers. Evening Star spiegelt das. Ein Detektor ohne Lücke verwendet eine veränderte Regel.

Three White Soldiers besteht aus drei steigenden Kerzen mit fortschreitend höheren Schlüssen nahe ihren Hochs; Three Black Crows aus relativ langen fallenden Körpern mit Schlüssen nahe ihren Tiefs. Mehr Kerzen bedeuten nicht automatisch höhere Zuverlässigkeit. Die Morning-Star-Bedingungen und die Three-White-Soldiers-Erklärung behandeln die einzelnen Definitionen.

Was vergleichen Harami und Penetrationsmuster?

Harami verlangt einen kleinen zweiten Körper innerhalb eines ungewöhnlich großen vorherigen Körpers. Nicht zwingend dessen gesamte Hoch-Tief-Spanne muss innen liegen. Der genannte Nison-Glossareintrag erlaubt beide Farben der zweiten Kerze; ein strengerer Scanner kann eine eigene Konvention wählen. Ein späterer Schluss ist keine garantierte Richtungsentscheidung. Die Harami-Prüfung erläutert die Grenzen.

Piercing verwendet nach Rückgang einen langen fallenden Körper, eine tiefere nächste Eröffnung und einen steigenden Schluss mehr als zur Hälfte im vorherigen Körper. Dark Cloud Cover verwendet einen steigenden ersten Körper, höhere Eröffnung und fallenden Schluss tief darin, bevorzugt mehr als zur Hälfte. „Ungefähr Mitte“ allein beschreibt die Regel unvollständig. Lücken- und Penetrationskonventionen sind festzuhalten; Teilpenetration belegt keine schwächere Performance als Engulfing.

Was zeigen die Rechen- und Detektorbeispiele?

Für fiktives EUR/USD setzen wir O = 1,1000, H = 1,1006, L = 1,0980, C = 1,1005 und Pip = 0,0001. Körper, oberer Schatten, unterer Schatten und Spanne betragen 5, 1, 20 und 26 Pips. Die Summe 1 + 5 + 20 = 26 stimmt. Der untere Schatten ist viermal so lang wie der Körper. Als eigenen Hammer-Kontext definieren wir drei vorherige sinkende Schlüsse 1,1050, 1,1030, 1,1010. Das ist eine Übungsregel, kein universeller Trendbeweis.

Ein zweites Paar trennt Körper- und Gesamtspannenumfassung. Kerze A: O 1,1020, C 1,1000, H 1,1040, L 1,0990. Kerze B: O 1,0998, C 1,1022, H 1,1030, L 1,0995. B umfasst mit ihrem steigenden Körper den fallenden A-Körper, während ihre gesamte Spanne innerhalb der A-Spanne bleibt. Beide Aussagen sind gleichzeitig richtig. Kontext und Grenzkonvention sind weiterhin separat.

Auch zwei Labels können dieselbe Beobachtung beschreiben. Nimm zwölf fiktive Vorlaufkerzen 100/110/98/105, dann 100/101/96/98 und 97/102/85/101. Die fest bezeichneten TA-Lib-C-0.6.4-Engulfing- und Hammer-Bedingungen liefern zuletzt mit Standardeinstellungen jeweils Code 100. Der letzte Körper misst vier, der untere Schatten zwölf und der obere eins. Körper 97–101 umfasst den vorherigen 98–100.

Das sind zwei Klassifikationen einer Kerze, keine zwei unabhängigen Beobachtungen oder Gewinnwahrscheinlichkeiten. Diese Funktionen prüfen den vorherigen Trend nicht selbst. Auch ein Unterstützungskontakt und mehrere aus denselben Preisen berechnete Labels liefern keine automatisch unabhängigen Bestätigungen. Zusätzliche Bedingungen verändern die Stichprobe und benötigen eigene Ergebnisvergleiche nach Kosten.

Die veröffentlichte Vergleichsauswertung dieser Website umfasst 120 abgeschlossene Kraken-EUR/USD-H1-Kerzen auf Handelspreisbasis vom 21. bis 25. September 2026 UTC. Die Auswertung verwendet 20 Vorlaufkerzen, Python-TA-Lib 0.6.8 und C-Bibliothek 0.6.4. Mit 18 Detektoren wurden 83 Labels auf 59 Kerzen gezählt; 19 Kerzen tragen mehrere Labels. Diese Zahlen gehören zu der gespeicherten Stichprobe. Sie sind weder Forex-weite Häufigkeiten noch eine Untersuchung profitabler Trades. Verwende je Instrument, Zeitintervall und Zeitstempel eine Beobachtungs-ID und getrennte Labelspalten.

Ein Handelstest braucht zusätzlich rechtzeitig verfügbaren Kontext, Bestätigung, Kursseiten, ausführbaren Einstieg, Ausstiege und Kosten. Eine später bestätigte Kerze rechtfertigt keinen früheren Einstieg an ihrem besten Preis. Historische Aktienquoten erfordern zudem genaue Stichprobe, Definition und Ergebnishorizont, bevor man sie mit einem anderen Markt vergleicht. Für die hier beschriebenen Formen liefern wir keine verifizierte Forex-Umkehrwahrscheinlichkeit.

Welche drei Schritte kannst du durchführen?

  1. Fixiere Instrument, Kursbasis, Intervall, Zeitzone, Schwellen und Kontextregel. Berechne Körper, beide Schatten und Gesamtspanne; prüfe ihre Summe und behandle null Spanne separat.
  2. Erfasse tatsächliche Erkennungszeit und gemeinsame Labels. Bewahre je Kerze eine Beobachtungs-ID, auch wenn mehrere Detektoren anschlagen.
  3. Prüfe vollständige Handelsregeln auf späteren Daten mit Ausführung und Kosten. Erfasse Fehlfälle; eine Woche Demo oder wiederholte Muster allein belegt keine Eignung für reales Geld.