Harami bezeichnet einen kleineren zweiten Real Body innerhalb eines größeren ersten. Der japanische Name bedeutet „schwanger“. Die bullische Interpretation betrachtet einen vorherigen Rückgang, die bärische einen Anstieg. Das Bild verrät keine Teilnehmermotive und beweist keine Umkehr.

Was wird tatsächlich umfasst?

Der Körper reicht von min(Open,Close) bis max(Open,Close), die Gesamtspanne von Low bis High. Unsere Übung verlangt strikte Körperumfassung: Beide Endpunkte des zweiten Körpers liegen innerhalb des ersten, ohne dessen Ränder zu berühren. Schatten gehen nicht in diese Bedingung ein. Deshalb kann Harami-Körpergeometrie vorliegen, während ein vollständiger Inside-Bar-Test scheitert.

Unsere zusätzliche Regel verlangt entgegengesetzte Farben. Nach angenommenem Rückgang ist die erste Kerze fallend, die zweite steigend; nach Anstieg spiegeln wir das. TradingView beschreibt solche Varianten mit wählbarer Trenderkennung. Die fest bezeichnete TA-Lib-Funktion verlangt dagegen hier keine zweite Gegenfarbe und prüft keinen Trend. Verschiedene Labels können verschiedene Regeln ausdrücken, ohne dass die Daten falsch sind.

Gleiche Körperumfassung, andere FarbeErster Körper [90;100], daneben alternative zweite Körper [93;96] mit entgegengesetzten Open-/Close-Richtungen; High/Low bleiben identisch.RECHEN- UND LERNBEISPIELErste KerzeOpen 100 → Close 90Zweite AOpen 93 → Close 96Zweite BOpen 96 → Close 93
Gleiche Körperumfassung, andere Farbe. Erster Körper [90;100], daneben alternative zweite Körper [93;96] mit entgegengesetzten Open-/Close-Richtungen; High/Low bleiben identisch.

A erfüllt unseren Gegenfarbfilter, B nicht. Körperlage und Länge ändern sich nicht.

Erste Kerze
Open 100 → Close 90 – Fallender Körper Länge 10
Zweite A
Open 93 → Close 96 – Steigend; Körper Länge 3
Zweite B
Open 96 → Close 93 – Fallend; Körper Länge 3

Die fiktive erste Kerze in beliebigen Preiseinheiten hat O/H/L/C = 100/101/89/90. Alternative zweite A lautet 93/97/92/96, B dagegen 96/97/92/93. Beide besitzen Körper [93;96] innerhalb [90;100], Länge drei statt zehn, also 30 Prozent. A steigt und erfüllt unsere Gegenfarbregel, B fällt und scheitert daran. A/B sind alternative zweite Kerzen, keine dritte und vierte Kerze eines Verlaufs.

Diese Daten reichen für Lage und unseren Farbfilter. Ohne Historie reichen sie nicht für den vollständigen TA-Lib-Code. Eine individuelle Zusatzregel ist deshalb ausdrücklich als solche zu benennen; sie ist weder universelle Harami-Definition noch belegter Ergebnisvorteil.

Wie definierst du groß und klein?

Unsere frei gewählte Größenübung verlangt ersten Körper mindestens 1,5-mal so groß wie den mittleren Körper zehn abgeschlossener Vorgänger. Die zweite Länge muss größer null und höchstens halb so groß wie die erste sein. Beide Musterkerzen werden aus diesem selbst gewählten Vorgängermittel ausgeschlossen. Bei Durchschnitt 40 Pips ist die erste Schwelle 60 Pips; Körper 100 erfüllt sie, Körper 30 liegt unter seiner zweiten Grenze von 50 Pips. Das sind keine TA-Lib-Standards oder optimalen Parameter.

Warum können unterschiedliche Referenzfenster entscheidend sein?

Halte das fiktive Paar 100/102/88/90 und 93/96/92/96 fest: Körper zehn und drei, strikte Umfassung in 90–100. Davor liegen zwölf Kerzen mit O/H/L = 100/106/94 und Close entweder 102 oder 104. Nur frühere Closes ändern sich. Die adaptive Standardprüfung in TA-Lib C 0.6.4 verwendet zwei unterschiedliche Fenster.

Unverändertes Paar unter zwei Historien
Frühere KörperReferenz des zweiten KörpersEigene Halb-Erste-RegelCDLHARAMI
Alle 2(9 × 2 + 10) / 10 = 2,83 ≤ 5: erfüllt0
Alle 4(9 × 4 + 10) / 10 = 4,63 ≤ 5: erfüllt100

Der erste Körper zehn übertrifft beide vorherigen Mittel und auch unsere 1,5-fache Schwelle. Der zweite bleibt 30 Prozent des ersten, überschreitet aber 2,8 und liegt unter 4,6. Seine TA-Lib-Referenz enthält den ersten Musterkörper, nicht den zweiten selbst. Standardcodes 100 bei strikter und 80 bei akzeptierter Randgleichheit sind Klassifikationen, keine Wahrscheinlichkeiten.

Dies sind Rechenkontrollen des gelesenen Zweigs, keine neu ausgeführten nativen Bibliothekstests. Die vorhandene Auswertung von 120 Kraken-EUR/USD-H1-Kerzen vom 21.–25. September 2026 UTC enthält acht Nichtnull-Harami-Codes, davon zwei mit Betrag 80. Das klassifiziert eine begrenzte Stichprobe und misst keine Rentabilität.

Was verändert Harami Cross?

Harami Cross verwendet eine zweite Doji-Kerze mit sehr kleinem oder fehlendem Körper. „Fast gleiche“ Open und Close brauchen eine numerische Toleranz oder adaptive Definition. Ein Doji beweist keine perfekte Balance und verrät keine Absichten. Der Wechsel zur Doji-Regel kann die Kandidatenzahl verändern, ohne dass der Name höhere Zuverlässigkeit belegt.

Vergleiche Spinning Top und Doji anhand ihrer vollständigen Bedingungen. Für Ergebnisvergleiche brauchst du unveränderte Handelsregeln, Kosten und vergleichbare Daten. Unterschiedliche Auswahlmengen allein liefern keine Rangfolge der Profitabilität.

Wie unterscheidet sich Harami von Engulfing?

Die Richtung der Körperumfassung dreht sich um: Bei Harami liegt der zweite Körper im ersten, bei Engulfing umfasst der zweite den ersten. Die High-/Low-Beziehung bleibt eine eigenständige Prüfung. Ein kleiner Körper kann große Schatten haben; keine der Umfassungsrichtungen beweist Marktkontrolle oder eine grundsätzlich stärkere Strategie.

Chartklassifikation und Handel sind verschiedene Ebenen. Ein Strategievergleich benötigt Einstiegs-, Ausstiegs-, Ausführungs- und Kostenregeln. Behalte gescheiterte Muster bei, statt historische Lieblingsbeispiele als Beweis zu behandeln.

Welche vollständigen EUR/USD-Beispiele zeigen den Unterschied?

Die folgenden beiden Modelle sind hypothetisch und unabhängig. Ein Pip ist 0,0001. Rückgang vor dem bullischen beziehungsweise Anstieg vor dem bärischen Paar wird separat angenommen; zwei Kerzen dokumentieren diesen vorherigen Trend nicht.

Körperumfassung ohne vollständige Spannenumfassung
Modell/KerzeOpenHighLowClose
Bullisch 11,09001,09201,07801,0800
Bullisch 21,08301,09401,08101,0860
Bärisch 11,08001,09201,07801,0900
Bärisch 21,08701,08901,07601,0840

Beide ersten Körper messen 100 Pips, beide zweiten 30. Bullisch liegt [1,0830;1,0860] strikt in [1,0800;1,0900], doch zweite High liegt 20 Pips über der ersten. Bärisch reicht zweite Low 20 Pips unter die erste. Größe und Kontext brauchen weiterhin eigene Tests; reine Umfassung reproduziert nicht jeden vollständigen Detektor.

Eine separat gewählte spätere bullische Bestätigung soll über beiden Highs schließen, also über 1,0940. Close 1,0930 scheitert, 1,0942 erfüllt sie. Erste Open 1,0900 ist weder erste High 1,0920 noch höchstes Hoch des Paars. Diese Beobachtungsregel ist kein universeller Harami-Einstieg.

Welche Handelsregeln fehlen der Geometrie?

Die Close-basierte Klassifikation steht erst beim Schluss der zweiten Kerze fest. Ihr Körper kann vorher die Grenze verlassen. Zusätzliche Bestätigung ist noch später bekannt. Erfasse diese Zeiten getrennt von Auftrag und Füllung. Ein späterer Schluss rechtfertigt keinen rückwirkenden Preis.

Harami schreibt keinen Stop, Zielpreis oder maximalen Verlust vor. Wähle Ausstiege und Größe separat und rechne tatsächliche oder ausdrücklich angenommene Ask-/Bid-Füllungen sowie Gebühren und EUR-Konversion. Ein gewöhnlicher Stop kann schlechter füllen. Ein bestimmtes Kerzenextrem liefert daher keinen garantierten Verlustbetrag.

Was leisten weitere Bestätigungsfilter?

Three Inside Up/Down fügt konkrete dritte Kerzenbedingungen hinzu. Nicht jeder Schluss in gewünschter Richtung ist automatisch dieselbe oder eine stärkere Version. Spätere Bestätigung verändert Entscheidungszeit und möglichen Preis; weniger Fehlalarme sind damit nicht bereits bewiesen.

Ein RSI-Filter ist eine weitere festzulegende Hypothese. Da er aus Preisen berechnet wird, ist er nicht automatisch unabhängige Evidenz zur Kerze. Trenne Größe, Farbe, Umfassung, Kontext und Bestätigung in deinen Aufzeichnungen.

Welche drei Schritte kannst du durchführen?

  1. Fixiere Körper-/Spannenprüfung, Farbe, Größenschwellen, Randgleichheit und Trendregel. Bewahre genügend frühere OHLC für adaptive Detektoren auf.
  2. Definiere spätere Bestätigung und ihre Verfügbarkeitszeit. Plane Auftrag, Stop, Ziel und Größe separat und dokumentiere Kursseiten und Kosten.
  3. Vergleiche klassische und Doji-Variante unter unveränderten Bedingungen auf weiteren Daten. Behalte Verworfene und Misserfolge bei; wenige Journalbeispiele beweisen keine Überlegenheit.