In diesem Artikel
Nach diesem Artikel kannst du …
- Gewinn- und Verlustzustände aus vollständigen Preisen reproduzieren.
- Wilder-Rekursion, rollendes Fenster und EMA-Gewicht unterscheiden.
- Anzeigeformat und tatsächliche Zustandsrundung getrennt prüfen.
- Nullfallregel und Codeversion im Rechenprotokoll erhalten.
Begriffe direkt erklärt
Relative Strength Index (RSI) Pip Kontostand (Balance) ADX – Stärke einer gerichteten Bewegung ATR – Durchschnitt der True Range MACDUm RSI zu reproduzieren, bewahrst du Preisänderungen und beide geglätteten Zustände auf. RSI 14 kann wegen Datenquelle, Initialisierung oder Nullfallregel unterschiedlich ausfallen. Eine vollständige Modellreihe zeigt die Rekursion; ein weiterer Vergleich trennt Anzeigeformat von tatsächlicher Rundung des gespeicherten Zustands.
Preisänderungen und gespeicherte Zustände
Für Schlusskurse C gilt Δ = Cₜ − Cₜ₋₁, Gewinnänderung U = max(Δ, 0) und Verlustbetrag D = max(−Δ, 0). U und D sind nicht negativ; unveränderter Preis ergibt beide null. Es sind Änderungen in Preiseinheiten, keine prozentualen Renditen. RSI vergleicht geglättete Größen, keine Anzahl steigender Sessions und keine Teilnehmermotive.
Die Initialisierung verwendet arithmetische Mittel der ersten n Änderungen. n Änderungen brauchen n + 1 Preise: RSI 14 benötigt für diesen Seed 15 Schlusskurse. Eine laufende Plattform kann mehr Vorgeschichte besitzen, als der sichtbare Chart zeigt. Folgende Werte bewahren deren Zustand, statt jeweils den ältesten Schritt aus einem einfachen Fenster zu entfernen.
Wilders Rekursion Schritt für Schritt
Nach dem Seed gilt Gₜ = ((n−1)Gₜ₋₁ + Uₜ)/n und Lₜ = ((n−1)Lₜ₋₁ + Dₜ)/n. Für G + L > 0 ist RSI = 100G/(G + L); bei positivem L gleichwertig 100 − 100/(1 + G/L). G = L > 0 ergibt 50 und bestätigt keinen Seitwärtsmarkt.
Der neue Beobachtungswert hat Gewicht 1/n. Bei n = 14 sind das 1/14 ≈ 0,07143, gegenüber 2/15 ≈ 0,13333 einer konventionellen EMA14. Andere Gewichte sind andere Rekursionen. Daraus folgt keine universelle Zahl benötigter Richtungskerzen oder feste Differenz zu einer alternativen RSI-Version.
Ein Rundungsmodell setzt n = 3 und vorher G = L = 0,0045. Nächster Preisanstieg 0,001 ergibt exakt G′ = (2 × 0,0045 + 0,001)/3 = 0,003333… und L′ = 0,003. RSI′ ≈ 52,63. Speicherst du G und L vorher tatsächlich auf zwei Dezimalstellen gerundet, werden beide null; das Update erzeugt positive Gewinne bei null Verlusten und RSI 100.
Echte Zustandsrundung ergibt hier 100 statt 52,63; bloße Anzeigeformatierung muss den Speicher nicht ändern.
- Volle Präzision
- G′ 0,003333… · L′ 0,003 – RSI 52,63.
- Vorher auf zwei Stellen gespeichert
- G = 0 · L = 0 – Nach Anstieg G′ > 0, L′ = 0; RSI 100.
- Nur Anzeige 0,00
- Speicher weiterhin 0,0045 – Nächstes Update nutzt den vollständigen Zustand.
Eine Anzeige „0,00“ muss den gespeicherten Wert 0,0045 dagegen nicht verändern. Rechne mit dem vollständigen Speicherwert weiter. Das Modell vergleicht zwei Speicherverfahren und behauptet keinen Plattformfehler.
Eine vollständige Reihe aus sieben Preisen
Setze n = 3, Schlusskurse [100; 102; 101; 104; 103; 103; 105], keine ältere Historie, Datenlücken oder zusätzliche instabile Periode. Die frei gewählten Einheiten sind kein empfohlener Parameter. Änderungen: +2, −1, +3, −1, 0, +2.
| Zeit / Close | Δ; U; D | G; L | RSI |
|---|---|---|---|
| t0 / 100 | Startpreis | Kein Zustand | Nicht verfügbar |
| t1 / 102 | +2; 2; 0 | Seed sammeln | Nicht verfügbar |
| t2 / 101 | −1; 0; 1 | Seed sammeln | Nicht verfügbar |
| t3 / 104 | +3; 3; 0 | 5/3; 1/3 | 83,3333 |
| t4 / 103 | −1; 0; 1 | 10/9; 5/9 | 66,6667 |
| t5 / 103 | 0; 0; 0 | 20/27; 10/27 | 66,6667 |
| t6 / 105 | +2; 2; 0 | 94/81; 20/81 | 82,4561 |
Am Seed t3 sind Gewinnsumme 5 und Verlustsumme 1, jeweils durch drei geteilt, einschließlich Nullkomponenten. Bei t4 liefert die Rekursion G 10/9 und L 5/9. Ein einfaches letztes Drei-Schritt-Fenster [−1; +3; −1] ergibt stattdessen G 1, L 2/3 und RSI 60. Die Abweichung zu 66,6667 ist methodisch, kein Anzeige-Rundungsfehler.
Bei t5 multipliziert Δ = 0 beide Zustände mit 2/3. Ihr Verhältnis und RSI bleiben unverändert; eine flache Kerze setzt den Wert nicht auf 50. Bei t6 entstehen die exakten Brüche 94/81 und 20/81, RSI = 100 × 94/114 ≈ 82,4561. Vier Dezimalstellen sind hier nur die Anzeige.
Nullfälle gehören zur konkreten Codeversion
Bei positiver Gesamtsumme ergibt G > 0 und L = 0 den Wert 100, umgekehrt 0. Sind beide null, steht 0/0; die Formel bestimmt kein Resultat. Der fest bezeichnete C-Code TA-Lib 0.6.4 gibt bei null oder hinreichend kleiner Gesamtsumme 0 aus. Das offizielle MQL4-Beispiel eines benutzerdefinierten Indikators gibt bei exakt G = L = 0 dagegen 50 aus. Das bezeichnet ausgewählte Codekonventionen, nicht sämtliche eingebauten MetaTrader-Versionen.
Drei getrennte Seedbeispiele bei n = 3: [100; 101; 102; 103] ergibt G 1, L 0, RSI 100. [103; 102; 101; 100] ergibt G 0, L 1, RSI 0. [100; 100; 100; 100] ergibt beide null und benötigt die dokumentierte Codeentscheidung. Ein separat überprüfter Stand des veränderlichen TA-Lib-main-Zweigs prüft auf exakt positive Summe und liefert andernfalls 50. Ein main-Link identifiziert somit nicht dauerhaft denselben Algorithmus wie Release 0.6.4.
Bewahre Version und Quellhash bei deiner eigenen Reproduktion. Fehlender Preis, exakte Null und sehr kleine positive Zustände brauchen getrennte Behandlung. Eine Datenlücke mit Preis null aufzufüllen erzeugt einen künstlichen Rückgang. Für laufende Systeme sind Anzeigeformat und gespeicherte Präzision ebenfalls getrennte Felder.
Unveränderter RSI kann veränderte Empfindlichkeit verdecken
In einem weiteren zugewiesenen RSI-3-Zustand beginnen G = L = 1. Nach k flachen Änderungen sind beide g = (2/3)ᵏ; RSI bleibt 50. Ein anschließender Preisanstieg genau um eine Einheit ergibt G′ = (2g + 1)/3, L′ = 2g/3 und RSI′ = 100(2g + 1)/(4g + 1).
Ohne flache Vorgeschichte ist g = 1 und die neue Anzeige 60. Nach sechs flachen Änderungen ist g = 64/729 und derselbe Anstieg ergibt 100 × 857/985 ≈ 87,0051. Der gespeicherte Wert 50 allein reicht also nicht zur Fortsetzung: Du brauchst die absoluten G/L-Größen. Diese Rekursionseigenschaft beweist keinen profitablen Trade nach Konsolidierung.
Zusätzliche Prüfung der Preiseinheit: Transformiere die sieben Modellpreise mit C′ = 1,09 + 0,0001C. Es entsteht eine hypothetische EUR/USD-Serie [1,1000; 1,1002; 1,1001; 1,1004; 1,1003; 1,1003; 1,1005]. Alle U/D- und G/L-Größen skalieren mit 0,0001; bei gleicher mathematischer Rekursion bleiben die RSI-Werte 83,3333, 66,6667, 66,6667 und 82,4561 identisch.
Das ist eine kontrollierte Einheitenprüfung, keine historische Forex-Serie. Absolute Rundungs- oder Nullschwellen im Code können bei ausreichend kleinen Zuständen die ideale Skalierung verändern und sind gesondert zu kontrollieren. Ein EUR-Konto beeinflusst den RSI einer unveränderten Preisserie nicht; Gebühren und Währungsumrechnung gehören zur späteren Handelsauswertung.
Interpretation folgt erst nach der Berechnung
70/30 und alternative Schwellen sind Interpretationskonventionen, keine Änderung der Formel. ChartSchool beschreibt Brown-/Cardwell-Lesarten unterschiedlicher RSI-Bereiche. Daraus folgt keine Pflicht, bei einem bestimmten Durchschnittsfilter automatisch umzuschalten. Ebenso sind reguläre bullische Divergenz mit tieferem Preistief/höherem RSI-Tief und reguläre bärische mit höherem Preishoch/niedrigerem RSI-Hoch getrennt von versteckter bullischer mit höherem Preistief/niedrigerem RSI-Tief sowie versteckter bärischer mit niedrigerem Preishoch/höherem RSI-Hoch.
Reguläre Formen werden konventionell mit möglicher Umkehr, versteckte mit möglicher Fortsetzung verbunden. Keine Bezeichnung garantiert dies oder beweist bessere Profitabilität. Definiere Punkte, Zuordnung und Erkenntniszeit, bevor du die vollständige Handelsregel unter gleichen Kostenannahmen bewertest.
Erst die Zustände vergleichen
Vergleiche Provider, Symbol, Preisquelle, Intervall, Zeitstempel und Kerzenstatus. Suche den ersten Unterschied in U/D, danach G/L, erst anschließend RSI. Fenster statt Rekursion, tatsächliche Speicherrundung, Nullfallversion und Datenzeit sind konkrete Fehlerquellen; ein kurzer Bildschirmwert muss dagegen keinen Rechenfehler bedeuten.
Bei identischen späteren Änderungen schrumpft eine Differenz zwischen zwei G-Seeds pro Schritt um (n−1)/n, ebenso bei L. Die Differenz der endgültigen RSI-Verhältnisse muss nicht um exakt denselben Faktor schrumpfen. Es gibt daher keine aus dieser Eigenschaft ableitbare universelle Warmup-Barzahl. Eine veränderte Historie kann auch bei gleicher Beschriftung RSI 14 einen anderen Zustand liefern.
Drei ausführbare Schritte
- Speichere Algorithmus und Eingaben. Dokumentiere Version, Quellhash, Nullfallregel, Seed, Periode, Preisquelle und Datenstatus. Beschaffe für n=14 mindestens 15 Schlusskurse für den eigenen Seed; zum Vergleich einer laufenden Plattform zusätzlich denselben vorherigen Zustand oder passende frühere Historie.
- Rechne alle Zustände ohne Zwischenrundung. Reproduziere die sieben Preise und Brüche, das rollende Fenster, die flache Änderung und die Speicher-Rundungsvariante. Wiederhole die EUR/USD-Transformation; prüfe jeden U/D- und G/L-Schritt. Behandle die drei Null-Seedfälle nach der ausdrücklich gewählten Version.
- Bewerte die Handelsregel separat. Halte Punktwahl, Schwelle, Entscheidung nach Datenempfang, Ein- und Ausstieg, Menge und Kosten vorab fest. Bewahre unverwendete Auswertungsdaten. Ein Monat oder fünf Muster zertifiziert keinen Vorteil; eine korrekte Oszillatorberechnung allein bestätigt keine Handelswirksamkeit.
Prüfe dein Verständnis
Etwa 2 Minuten Übung.
Antwort und Erklärung anzeigen
Die Formel verwendet dann 0,0045 und nicht den angezeigten Text 0,00.
Weitere Fragen
Wie viele Preise initialisieren RSI 14?
Der hier beschriebene arithmetische Seed braucht vierzehn Änderungen und somit fünfzehn Preise. Vierzehn Schlusskurse liefern nur dreizehn Differenzen. Eine bereits laufende Plattform kann ältere Historie verwenden, die im sichtbaren Chart fehlt. Für eine identische Fortsetzung brauchst du ihren vorherigen geglätteten Zustand oder entsprechende Vorgeschichte; eine universelle Warmup-Dauer folgt aus dieser Zahl nicht.
Wie unterscheidet sich Wilder vom einfachen Durchschnitt?
Nach dem arithmetischen Seed aktualisiert Wilder G und L rekursiv mit neuem Gewicht 1/n. Ein letztes-n-Fenster verwirft dagegen alte Schritte und berechnet das Mittel neu, eine konventionelle EMA verwendet 2/(n+1). Im vollständigen RSI-3-Modell liefert t4 rekursiv 66,6667, als rollendes Fenster 60. Diese Differenz ist datenabhängig und keine bloße Rundung der Anzeige.
Setzt ein unveränderter Preis RSI auf 50?
Nein. Bei positiven Zuständen multipliziert ein flacher Schritt G und L mit demselben Faktor und erhält ihr Verhältnis. Unser t5 bleibt deshalb bei 66,6667. Eine vollständig flache Initialisierung ergibt dagegen G=L=0 und braucht eine Codekonvention: Release TA-Lib 0.6.4 liefert 0, das ausgewählte MQL4-Beispiel 50. Verallgemeinere das nicht auf sämtliche Plattformversionen.
Reicht der gespeicherte RSI 50 für den nächsten Schritt?
Nein. Bei RSI 3 und G=L=1 führt ein Anstieg um eine Einheit zu 60. Nach sechs flachen Änderungen sind G=L=64/729; weiterhin steht 50, aber derselbe nächste Anstieg führt zu etwa 87,0051. Bewahre beide Zustände und die Rechenversion. Anzeige „0,00“ ist außerdem von tatsächlich gespeichertem nullwertigem Zustand zu unterscheiden.
Quellen und Nachvollziehbarkeit
- TA-Lib C-Release 0.6.4: RSI
Fest bezeichnete Initialisierung, Rekursion und Null-/Nahe-null-Konvention; Rechensequenzen exakt arithmetisch reproduziert, kein behaupteter nativer Bibliothekslauf.
- MetaQuotes: Custom Indicator Properties — RSI example
Primärer Beispielcode mit Gewinn-/Verlustrekursion und 50 bei exakt beiden Nullzuständen; keine Aussage über alle eingebauten Versionen.
- TradingView: Relative Strength Index
Gewinn-/Verlust-RMA und Interpretationskonventionen; keine Handelsquote übernommen.
- TA-Lib: separat gelesener main-Stand
Veränderlicher Zweig mit positiver Summenprüfung und 50 bei Nullsumme; ausdrücklich von Release 0.6.4 unterschieden.
- StockCharts: RSI conventions
Eigene Darstellung unterschiedlicher RSI-Bereichslesarten und Divergenzen; keine universelle Schwellenumschaltung oder Performancebehauptung übernommen.
Rechenfälle sind ausdrücklich angenommene Beispiele. Sie ersetzen weder aktuelle Marktdaten noch die Spezifikation deines Anbieters.
