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Nach diesem Artikel kannst du …
- Sieben Planabschnitte mit überprüfbaren Feldern ausfüllen.
- Budget, Kosten, Volumenschritte und Kontokonversion trennen.
- Einzahlungen aus Trading-P/L herausrechnen.
- Planversion und Änderungsumfang je Position speichern.
Begriffe direkt erklärt
Trading-Plan Handelsjournal Backtesting Demokonto Hebel PositionsgrößeEin Plan muss vor der nächsten Order konkrete Fragen beantworten: Welches Setup qualifiziert sich, welche Menge ist erlaubt, welche Bedingungen schließen die Position und was geschieht bei einer Entscheidungsgrenze? Diese siebenteilige Vorlage verbindet Regeln mit später prüfbaren Datensätzen. Sie garantiert keinen Gewinn.
Entscheidungen und Änderungen nachvollziehbar machen
Ersetze vage Bedingungen durch Definitionen, die sich in Daten und Orderhistorie prüfen lassen. Ein leeres Feld ist eine ungelöste Entscheidung, keine Erlaubnis zum Improvisieren. Dokument, Tabelle oder ausführbare Regeln sind mögliche Formen; nötig sind zugängliche Version und Historie der tatsächlichen Befolgung.
IG Academy behandelt Zeit, Kapital, Märkte und Aufzeichnungen. Unsere Vorlage ergänzt Betriebsfragen. Ein planmäßiger Verlust ist etwas anderes als eine unbeabsichtigte Order; eine profitable Abweichung bleibt eine Abweichung. Retail-CFD-Verlustwarnungen liefern keinen kausalen Vergleich mit und ohne schriftlichen Plan. Gute Aufzeichnungen erleichtern Diagnose, garantieren nach einem Quartal aber keine eindeutige Ursache.
Abschnitt 1: Profil, Ressourcen und Ziele
| Feld | Konkrete Angaben |
|---|---|
| Scope | Konto, Produkt, Kontowährung, Regelversion, Test- oder tatsächliche Ausführung |
| Verfügbarkeit | Genaue Stunden und Zone, Vorbereitung, Review, Feiertage und Abwesenheitsverfahren |
| Ressourcen | Kapital, erlaubte Symbole, Mengen-/Marginbedingungen und Werkzeuge |
| Ziele | Prüfbare Prozessziele; gewünschte Rendite mit eigener Geldreferenz getrennt halten |
„Jede Submission protokollieren“ ist ein prüfbares Prozessziel. Eine gewünschte Rendite hängt von unsicheren Ausgängen ab und rechtfertigt keinen erzwungenen Entry. Beim hypothetischen festen Bezug von 10.000 EUR entsprechen zwölf Prozent Jahresziel 1.200 EUR und drei Prozent Quartalsbetrag 300 EUR. Es sind Wünsche, keine beobachteten oder risikoarmen Renditen. Vier tatsächlich verzinste Dreiprozent-Quartale ergeben stattdessen 1,03⁴ − 1 ≈ 12,55 Prozent. Nenne feste Basis oder aktuelle Equity ausdrücklich.
Abschnitt 2: Märkte, Daten und Zeiten
Notiere genaue Symbole, Kontraktmengen, Kontobeschränkungen und Datenquelle. Jedem Datenintervall wird eine Aufgabe und finale Informationszeit zugeordnet. Drei bis fünf Paare oder drei Chartperioden begründen keinen universellen Vorteil. Prüfe wirkliche Instrumentstunden und operative Umsetzbarkeit.
Schreibe Uhr, Entrycutoff, Exits, Pausen und Sommerzeitbehandlung auf. Europe/Berlin ist für lokale Anzeige geeignet, ursprüngliche Feedzeit bleibt erhalten. Außerhalb neuer Entryzeiten darf notwendige Terminalautomation nicht allein deshalb abgeschaltet werden. Für Ereignisse brauchst du bestimmte Veröffentlichungen, genaue Sperr-/Reviewfenster und Umgang mit offenen Positionen. Zwei Stunden Puffer wären ein gewählter Parameter, keine allgemeine Pflicht.
Abschnitt 3: Signal, Entry und Exit
Eine präzise erfundene Signalregel: Nach H1-Schluss muss C größer als das höchste High der zwanzig vorherigen abgeschlossenen H1-Bars desselben Feeds sein; Signalbar ausgeschlossen. Entscheidung ist erst nach diesem Schluss möglich. Das ist ein Illustrationsparameter und keine bewiesen profitable Strategie.
| Stufe | Notieren |
|---|---|
| Signal bekannt | Abgeschlossener H1-Close über vorherigem Zwanzigbarmaximum; Feed und Verfügbarkeitszeit |
| Entry | Ordertyp, Einheiten, erlaubter Preis, Ablauf, Teilfill und bestätigte Stornierung |
| Exits | SL/TP/Zeitgrenzen, Vorrang, Teilmengen und verbleibender Schutz |
| Prüfung | Order-/Deal-ID, tatsächlicher Fillzeitpunkt, Preis, Einheiten, Kosten und Abweichung |
Bestimme, ob eine veränderte Quote Mengenanpassung oder Ablehnung verlangt. Spätere Submission erhält nicht automatisch historischen Signalclose. Fehlende Daten oder ungefüllte Order brauchen eigene Behandlung. Kommt nach Teilreduktion eine Zeitdeadline, handelt sie auf tatsächlich verbleibende Menge. Alarm ist keine Schließbestätigung. Vor Handelspause braucht ein Exit Verfahren für fehlende oder abgelehnte Ausführung.
Abschnitt 4: Geldbudget, Mengenraster und Exposition
Trenne geplantes Verlustbudget, mögliche tatsächliche Verluste und Margin. Notiere sechs Felder: Einzelbudget, Mengenformel einschließlich Pipwert/Konversion/Kosten, Gesamtbudget offener Positionen, tägliche sowie wöchentliche Entscheidungsgrenze und simultane Positionszahl. Jede Prozentangabe braucht Balance-/Equityreferenz. Reine Positionszahl erkennt gemeinsame Währungsexposition nicht.
Beim separat angenommenen festen 10.000-EUR-Bezug seien 1,5 Prozent je Trade 150 EUR, fünf Prozent zusammen 500 EUR, vier Prozent täglich 400 EUR und neun Prozent wöchentlich 900 EUR. Das sind illustrative Einstellungen, keine empfohlenen universellen Niveaus. Bestimme enthaltene Kosten, Referenzupdates und Handlung bei Überschreitung. Plattform schließen beendet weder Positionen noch weitere Verluste.
Vollständige Mengenrechnung im USD-Kontomodell
Separater fiktiver EUR/USD-Fall: Equity 12.000 USD, gewähltes Budget 60 USD = 0,5 Prozent. Entry-Ask 1,1002, Bid 1,1000, gewöhnlicher SL 1,0962. Distanz 0,0040 USD/EUR = 40 Pips. Kommission 0,0001 USD je EUR und Seite, ohne Mindestgebühr. Geplanter Verlust für N EUR beträgt N × (0,0040 + 0,0002).
N = 60/0,0042 ≈ 14.285,71 EUR. Bei angenommenem Minimum und Schritt von jeweils 1.000 EUR wird auf 14.000 abgerundet: Preisverlust 56 USD plus Kommission 2,80 = 58,80. Nächste Stufe 15.000 kostet 63 USD und überschreitet Budget. Prüfe tatsächliche Menge, Kontrakt, Mindeststopabstand und Margin. Übersteigt bereits Mindestmenge das Budget, lehne den Entry ab, statt den Stop allein zur Freigabe zu verschieben.
| Exit | Angenommener Bid-Fill | Brutto USD | Netto nach 2,80 USD |
|---|---|---|---|
| Exakter SL | 1,0962 | −56 | −58,80 |
| Schlechterer Stopfill | 1,0952 | −70 | −72,80 |
| Target | 1,1082 | 112 | 109,20 |
Alle Exits liegen angenommen vor Finanzierung, ohne Konversion oder Zusatzkosten. Brutto = N × (Exit-Bid − Entry-Ask); Spread ist enthalten. Schlechterer Stop überschreitet 60 USD. Geplantes Budget ist keine zugesicherte Verlustobergrenze.
Zusätzlicher EUR-Kontofall braucht einen anderen Nenner
Bei separat hypothetischem Budget 60 EUR, sonst gleicher Preis-/Gebührenformel und konstant 0,90 EUR/USD lautet N = 60/(0,0042 × 0,90) ≈ 15.873,02 EUR. Dasselbe Raster erlaubt 15.000 mit geplant 56,70 EUR; 16.000 kostet 60,48 EUR und scheitert. USD je Basiseinheit müssen in EUR je Basiseinheit umgerechnet werden, bevor durch ein EUR-Budget geteilt wird. Der Satz ist kein aktueller Kurs, und schlechtere Fills bleiben möglich.
Abschnitt 5: Pausen und Abweichungen
Notiere konkrete unarbeitsfähige Bedingungen und jeweilige Reaktion statt allgemeiner emotionaler Diagnosen. Pausen müssen offene Positionen und Pending Orders behandeln. Eine Notreaktion auf falsche Order oder Daten kann vor nächstem Review erforderlich sein.
| Feld | Festlegung |
|---|---|
| Trigger | Beobachtbare Überwachungsunfähigkeit, Datenfehler oder Regelabweichung |
| Messung | Startuhr, Währung, realisierte/unrealisierte P/L, Kosten und Geldflüsse |
| Exposition | Orders stornieren, Positionen reduzieren/schließen und Ausführung bestätigen |
| Ausfall | Anbieterkontakt, Order-/Positions-ID; unklaren Status vor Wiederholung prüfen |
| Historie | Jede Abweichung einschließlich profitabler Fälle erhalten |
Frei gewählte Pausendauer oder Schwelle ist weder psychologische Behandlung noch Verlustgarantie. Ein unfertiger Stornoauftrag ist kein sicher verschwundener Auftrag.
Abschnitt 6: Review und Versionspolitik
Bestimme reguläre Reviews und frühere Fehler-/Vertragsänderungstrigger. Plan definiert Regeln, Checkliste prüft eine Entscheidung, Journal berichtet Ausführung. Jede Position braucht zugeordnete Version und ausdrückliche Politik für Änderungen offener Exposition.
Separater fiktiver Tag: Anfangsequity 12.000 USD ohne Positionen, Einzahlung 500, Endequity 12.410. Equity steigt 410, Trading-P/L beträgt aber 12.410 − 12.000 − 500 = −90 USD. Geschlossene Positionen verlieren 40, offene Marks 50; Kosten sind enthalten. Eine gewählte Pausengrenze 80 USD mit beiden Komponenten wurde trotz Einzahlung überschritten. Sie garantiert keine spätere Begrenzung auf 80.
Eigene Organisationspolitik: Version wird beim Entry zugeordnet und gilt bis Exit. A eröffnet 09:00 unter v1 mit Deadline 10:30. Dokument v2 gilt ab 10:00 ausschließlich für neue Entries und gibt deren Deadline 11:30 vor. B eröffnet 11:00 unter v2; A bleibt bei v1 und 10:30. Gemeinsame feste Uhr, keine automatisch eingebaute Plattformfunktion.
Ein neues Dokument ändert bestehende Positionen nur bei ausdrücklich festgelegter Politik.
- Position A
- v1: 09:00 → 10:30 – Vor v2 eröffnet
- Position B
- v2: 11:00 → 11:30 – Nach Wirksamkeitszeit eröffnet
- Update
- 10:00, nur neue Entries – Keine rückwirkende Deadlineänderung
Soll eine Änderung auch offene Positionen betreffen, definiere das vorher und speichere Änderungszeit sowie Ausnahme. Bloßes Überschreiben der Datei entfernt den Nachweis, welche Deadline A tatsächlich hatte. Archiviere alte Version, Anlass und Evaluationsdaten. Datenfehler können unmittelbare Pause statt Abwarten eines Quartals erfordern.
Abschnitt 7: Werkzeuge und fünf konkrete Lücken
Liste Anbieter/Konto, Plattform, Automationsort, Kalender, Datenquellen, Mengenrechner und Aufzeichnungssystem samt Ausfallalternativen. Prüfe tatsächliche Produktabdeckung und Funktion. Ein Appname garantiert weder Genauigkeit noch täglich eingesparte Stunden.
Kontrolliere fünf Lücken: unklarer Scope/Version, mehrdeutiges Signal, Menge ohne Gebühren oder Stufen, Pause mit unbeaufsichtigten Orders und Änderungen ohne alte Historie. Dokumentlänge ist operative Wahl, keine universelle Ein- bis Dreiseitennorm. Auch eine knappe Vorlage braucht vollständige Definitionen.
Drei Schritte zum eigenen Entwurf
- Fülle alle sieben Abschnitte mit Scope, Daten, Uhr, Orders, Einheiten, Gebühren, Pausen und Review. Behandle Leerfelder als ungelöste Entscheidungen. Rechne USD-Mengenraster und zusätzlichen EUR-Nenner separat nach; halte Budget und mögliche Ausführung auseinander.
- Prüfe Regellogik und übe Ausführung getrennt. Bewahre Versionen, Fills und Abweichungen. Rekonstruiere Einzahlungs-P/L und v1/v2-Deadlines. Eine Demomonatszahl allein beweist weder Bereitschaft noch Profitabilität.
- Plane Reviews und frühere Daten-/Vertragsfehlertrigger. Schreibe Wirksamkeitszeit und Umgang mit offenen Positionen fest, archiviere Änderungen und teste neue Regeln auf unbenutzten Daten. Weder ausschließlich vierteljährliche Updates noch eine feste Pausendauer ist allgemeine Pflicht.
Prüfe dein Verständnis
Etwa 2 Minuten Übung.
Antwort und Erklärung anzeigen
Richtig: Die ausdrücklich erklärte Politik ändert offene Positionen nicht.
Weitere Fragen
Muss der Plan auf Papier stehen?
Nein. Dokument, Tabelle oder ausdrückliche Systemregeln sind geeignet, wenn die geltende Version erreichbar ist und mit Entscheidungen sowie Fills verglichen werden kann. Ausdruck ist eine Option und keine Garantie für Gedächtnis, Disziplin oder Profitabilität. Bewahre vor allem, welche Version beim Entry galt und ob eine spätere Ausnahme dokumentiert wurde.
Wie oft soll der Plan aktualisiert werden?
Lege reguläre Reviews und frühere Fehler- oder Vertragsänderungstrigger fest. Es gibt kein universell optimales Quartal, Tradecount oder jährliches Neuschreiben. Archiviere alte Version, Grund und Wirksamkeitszeit und entscheide ausdrücklich über bereits offene Positionen. Prüfe neue Regeln separat. Überschreiben der Historie erschwert Rekonstruktion und erzeugt keinen belegten Vorteil.
Was gehört in den Geldmanagementabschnitt?
Nenne Budgetbasis, Währung, Mengenformel, Gebühren, Mengen-/Marginbedingungen, Gesamtexposition und Pausenhandlung. Im fiktiven USD-Fall liefert 60/0,0042 etwa 14.285,71 EUR; das angenommene Tausenderraster erlaubt 14.000 mit geplant 58,80 USD Verlust. Schlechterer Stopfill kann 60 überschreiten. Ein EUR-Budget benötigt vorher passende Kontokonversion; Plattform schließen beendet Exposition nicht.
Ersetzt der Plan eine Setupcheckliste?
Nein. Der Plan definiert Regeln, die Checkliste prüft einen konkreten Entscheidungsfall und das Journal dokumentiert den Ablauf. Gemeinsame Version und Positions-IDs verbinden die drei Aufzeichnungen. Form und Reviewzeiten sind operative Entscheidungen. Keines dieser Dokumente setzt Befolgung automatisch durch oder schafft ohne Evaluation einen positiven Handelsvorteil; profitable Abweichungen bleiben sichtbar.
Quellen und Nachvollziehbarkeit
- IG International Academy: Trading-Plan
Zeit, Kapital, Märkte und Historie; numerische Vorlage ist eigene Übung.
- MetaQuotes: Symbolspezifikation
Anbieterdefinierte Menge, Schritte, Kontrakt, Stopabstand, Orderbedingungen und Gebühren.
- IG UK: Orderarten
Ordinary-Stop-Trigger garantiert keinen exakten Verlustfill.
Rechenfälle sind ausdrücklich angenommene Beispiele. Sie ersetzen weder aktuelle Marktdaten noch die Spezifikation deines Anbieters.
