Three Outside Up und Down kombinieren eine Engulfing-Beziehung der Körper mit einem Vergleich der zweiten und dritten Schlusskurse. „Bestätigt“ heißt, dass die gewählte Bedingung vollständig vorliegt. Es identifiziert keine verantwortlichen Händler, garantiert keine dauerhafte Umkehr und bestimmt keinen ausgeführten Trade.

Was wird genau erkannt?

In TA-Lib C0.6.4 CDL3OUTSIDE gilt für Up: C1 < O1, O2 < C1, C2 > O1 und C3 > C2. Down verlangt C1 ≥ O1, O2 > C1, C2 < O1 und C3 < C2. Die umschließenden Körperkanten sind strikt. Die Funktion prüft weder einen vorherigen Trend noch historische Größenschwellen; ergänzende Kontextfilter musst du separat angeben.

Ein Körper reicht von Open bis Close. Ein größerer zweiter Körper kann den ersten umschließen, während seine gesamte High-Low-Spanne innen bleibt. Der Vergleich C3 mit C2 sagt außerdem nichts über die dritte Körperfarbe. C3 kann über C2 und zugleich unter O3 liegen. Der Close steigt gegenüber dem vorherigen Close, die aktuelle Kerze ist trotzdem fallend.

Vergleich mit Engulfing und Three Inside

Engulfing beschreibt eine umschließende Körperbeziehung. Three Inside verwendet einen innen liegenden zweiten Körper. Prüfe aber zusätzlich die genauen dritten Close-Grenzen und Gleichheitskonventionen. Zwei allgemeine Musternamen zusammenzusetzen ist keine vollständige Detektorspezifikation.

Größenunterschiede begründen keine Rangfolge für Verlässlichkeit, Entschiedenheit oder Profitabilität. Harami und Engulfing wählen andere Beobachtungen aus. Ein größerer Körper beweist keine Machtübernahme einer Teilnehmergruppe. Erst vollständig festgelegte Verfahren einschließlich Zeit, Orders und Kosten lassen sich sinnvoll vergleichen.

Kontext, strikte Grenzen und Kerzenuhr

Für das erfundene Up-Beispiel seien vorherige Closes 1,1060, 1,1040 und 1,1020. Für Down seien sie 1,0940, 1,0960 und 1,0980. Dieser Dreischlusskontext ist eine zusätzliche illustrative Bedingung, keine eingebaute Trenddefinition der Bibliothek. Die Zahlen belegen weder reale Sessions noch die Häufigkeit von Preisunterschieden zwischen Bars.

Ein Wick-Bruch ersetzt keinen Körperbruch. O2 = C1 scheitert an unserer strikten Up-Kante, C3 = C2 an der dritten Close-Grenze. Lockere die Regel nicht stillschweigend wegen des FX-Instruments. Ein späterer Open ist nicht universell identisch mit dem vorherigen Close. Eine inklusive Variante braucht eigene Bezeichnung und Auswertung.

Bewahre Feed, Preis-Seite, Rohpräzision und ursprüngliche Kerzenuhr. Europe/Berlin kann Zeitstempel für deutsche Leser anzeigen; dadurch ändern sich ursprüngliche Kerzengrenzen nicht. Werden Bars mit einer anderen Uhr neu aufgebaut, sind auch deren OHLC möglicherweise anders. Das ist eine neue Datenversion, keine rein sprachliche Übersetzung.

Zwei vollständige fiktive EUR/USD-Beispiele

Ein Pip entspricht hier 0,0001. In beiden Fällen umschließt der zweite Körper den ersten strikt, seine volle Preisspanne jedoch nicht. Die dritte Farbe und der Vergleich zwischen Closes werden bewusst auseinandergehalten.

Fiktive Up-/Down-Bars mit vollständigem OHLC
Fall/BarOpenHighLowClose
Up 11,10001,10201,09601,0980
Up 21,09701,10151,09651,1010
Up 31,10281,10321,10121,1018
Down 11,10001,10401,09801,1020
Down 21,10301,10351,09851,0990
Down 31,09721,09881,09681,0982

Der erste Körper umfasst jeweils 20 Pips, der zweite 40. Seine beiden Kanten liegen jeweils 10 Pips außerhalb des ersten Körpers. Beim Up bleiben H2 unter H1 und L2 über L1: kein vollständiges Range-Engulfing. C3 − C2 beträgt +8 Pips, C3 − O3 jedoch −10 Pips. Down liefert entsprechend −8 und +10 Pips. Ein eigener Drittfarbenfilter verwirft beide, obwohl ihre Close-Bedingung passt.

Dieselbe Schlusszeit, unterschiedliche Preisrichtung

Im separaten fiktiven Vergleich steigen Bid-Closes von 104 auf 105. Gleichzeitig fallen Ask-Closes von 107 auf 106. Der Spread schrumpft von drei auf eine Preiseinheit und bleibt positiv. C3 > C2 passt auf Bid und scheitert auf Ask. Das prüft ausschließlich diese Schlussbedingung, keine vollständige Formation.

Bid steigt, Ask fällt bei positivem SpreadSynchrone Beobachtungen t2 und t3 mit Bid 104→105 und Ask 107→106; vertikale Abstände zeigen Spread 3→1.RECHEN- UND LERNBEISPIELt2Bid 104 / Ask 107t3Bid 105 / Ask 106VeränderungBid +1 / Ask −1
Bid steigt, Ask fällt bei positivem Spread. Synchrone Beobachtungen t2 und t3 mit Bid 104→105 und Ask 107→106; vertikale Abstände zeigen Spread 3→1.

Positive Spreads garantieren keine gleiche Close-Richtung.

t2
Bid 104 / Ask 107 – Spread 3 Preiseinheiten
t3
Bid 105 / Ask 106 – Spread 1 Preiseinheit
Veränderung
Bid +1 / Ask −1 – Nur Close-Bedingung, kein vollständiges Muster

MetaQuotes beschreibt OTC-Kerzen im MT5 als Bid-basiert. Ein einzelner Spreadwert rekonstruiert bei variablem Spread nicht sämtliche Ask-OHLC. Positive Spreads und synchrone Zeitstempel verlangen keine gleiche Schlussrichtung auf beiden Seiten. Lege deine Preis-Seite vor dem Scan fest und halte sie für die gesamte Methode konsistent.

Von Erkennung zu Entry, Stop und Ziel

Nach Kerze 2 lässt sich die Körperbeziehung prüfen. Die endgültige dritte Close-Bedingung ist erst nach Kerze 3 bekannt. Ein laufender Preis oberhalb C2 kann vor Schluss zurückfallen. Speichere die Entscheidung und die spätere Order getrennt. Der Name schreibt weder Marketentry noch Ausbruchsorder oder ein einziges Stopniveau vor.

Eine Grenze hinter einer Kerze oder hinter der ganzen Formation ist eine gesonderte Invalidierungswahl. Berechne ihren Abstand aus beabsichtigtem Ausführungspreis, Menge und Kosten. Ein gewöhnlicher Stop garantiert weder Triggerfill noch maximale Verlustsumme. Ziel, Ablaufzeit und Indikatorfilter benötigen ebenfalls eigene Regeln. Erkennung liefert keine Wahrscheinlichkeit und kein universelles Mindest-CRV.

Was zusätzliche Bestätigung verändert

Eine weitere Bedingung verändert Auswahl und frühesten Erkennungszeitpunkt. Sie beweist weder weniger Verlusttrades noch ein besseres Nettoergebnis. Vergleiche Zwei- und Dreikerzenverfahren mit ihren jeweiligen gültigen Entscheidungszeiten auf denselben Daten. Datierst du den Dreikerzenentry zurück, verwendest du zu diesem Zeitpunkt unbekannte Information.

Warum zwei Funktionen kein identischer Scanner sind

Nimm drei vorherige Bars mit O/H/L/C = 100/110/98/105. Danach folgen 100/101/96/98, O2/102/95/101 und 101/103/100/102. Bei O2 = 97 liefern Engulfing und Three Outside jeweils +100. Ändere ausschließlich O2 auf 98: Engulfing liefert +80 wegen einer gleichen Körperkante, striktes Three Outside dagegen 0. C3 > C2 gilt weiterhin in beiden Varianten.

„Engulfing > 0 plus höherer dritter Close“ akzeptiert damit einen Fall, den CDL3OUTSIDE ablehnt. Dies sind hypothetische Quellbedingungsprüfungen und keine neuen nativen Läufe oder Handelsresultate. Die nichtbearische Farbkonvention erlaubt außerdem einen ersten Doji bei Down, nicht bei Up. Ein dritter Doji kann bei beiden die Close-Grenze erfüllen. Ein Ausschlussfilter ist eine andere Version.

Auch Morning Star verwendet eine andere Geometrie. Das Wort Bestätigung begründet keine Leistungsrangfolge. Halte Körperbeziehung, vorausgehenden Kontext, finale Grenze und späteres Ergebnis als verschiedene Felder fest.

Drei ausführbare Prüfschritte

  1. Schreibe deinen Detektor einschließlich Version, Körperkanten und Zusatzfiltern auf. Prüfe O2 = 97 versus 98 im Scannerfall und notiere die unterschiedlichen Labels. Berechne in der vollständigen EUR/USD-Tabelle C3 − C2 und C3 − O3 separat, statt aus der Farbe die Close-Richtung abzuleiten.
  2. Trage für beide synchronen Beobachtungen Bid, Ask und Spread ein. Prüfe die Schlussbedingung auf jeder Seite gesondert. Speichere Originalzone, finale Informationszeit und Feed; erfinde aus diesen zwei Closes keine fehlenden Ask-Highs oder Ask-Lows.
  3. Definiere danach erreichbare Orders, Invalidierung, Exit, Menge und Gebühren. Bewahre verworfene, ungefüllte und verlorene Fälle ebenso wie passende Charts. Vergleiche eine spätere Periode mit unveränderten Regeln. Die Geometrieübung braucht keinen Livetrade und belegt keinen Vorteil.