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- Preisdistanz, Preisstreuung und Renditevolatilität unterscheiden.
- True Range und einen benannten Wilder-ATR nachrechnen.
- Feste ATR-Werte am Preisniveau normalisieren.
- Die Voraussetzung einer Wurzelskalierung prüfen.
Begriffe direkt erklärt
ATR – Durchschnitt der True Range Positionsgröße Hebel Stop-Loss Nachgezogener Stop (Trailing Stop) Take-ProfitWähle zuerst die Messfrage. Eine Distanz in Preiseinheiten, die Streuung von Renditen und ein aus Optionen berechneter Wert sind unterschiedliche Größen. Eine weitere Chartlinie beantwortet diese Fragen nicht automatisch gemeinsam. Festgehaltene Einheiten helfen dir, scheinbare Widersprüche zu erkennen.
Was die einzelnen Maße erfassen
ATR verwendet Kerzenspannen und den vorherigen Schlusskurs. Historische Renditevolatilität benötigt eine bestimmte Renditereihe und Skalierung. Bollinger Bands verwenden Preisstreuung um einen Durchschnitt. Eine Keltner-Variante kombiniert einen Durchschnitt mit einem ATR-Vielfachen. Implizite Volatilität wird aus Optionspreisen unter einem Bewertungsmodell abgeleitet, für einen bestimmten Basiswert und Verfall.
Speichere Symbol, Quelle, Intervall, Beobachtungszeit und Einstellungen. ATR(14) auf H1 und D1 nutzt andere Kerzen; vierzehn Kerzen sind nicht automatisch zwei Wochen. Hohe oder niedrige Werte können Merkmale einer ausdrücklich definierten Regimeregel sein. Sie bestätigen weder die Rentabilität von Ausbrüchen noch Mean Reversion.
True Range und die gewählte ATR-Rekursion
True Range ist max(High−Low, |High−vorheriges Close|, |Low−vorheriges Close|). Die hier gewählte Wilder-Rekursion startet mit dem Mittel der ersten n gelieferten TR-Werte. Anschließend gilt ATR=((n−1)×vorheriger ATR+neuer TR)/n. Plattformglättung und Initialisierung müssen vor einem Ergebnisvergleich geprüft werden.
Eine vollständige hypothetische H/L/C-Probe in beliebigen Preiseinheiten beginnt mit bekanntem vorherigem Close 100. n=3 hält die Rechnung übersichtlich und ist keine optimierte Handelseinstellung.
| Kerze | High / Low / Close | Vorheriges Close | TR | ATR nach Schluss |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 102 / 99 / 101 | 100 | 3 | Noch kein Startwert |
| 2 | 105 / 103 / 104 | 101 | 4 | Noch kein Startwert |
| 3 | 106 / 103 / 105 | 104 | 3 | 10/3 ≈ 3,3333 |
| 4 | 109 / 104 / 108 | 105 | 5 | 35/9 ≈ 3,8889 |
| 5 | 110 / 106 / 109 | 108 | 4 | 106/27 ≈ 3,9259 |
Kerze 2 hat eine High-Low-Spanne von 2, aber der Abstand zum vorherigen Close ergibt TR=4. Der Startwert ist (3+4+3)/3. Update vier ist (2×10/3+5)/3; ein rollendes Mittel der letzten drei TRs wäre dagegen (4+3+5)/3=4. Unterschiedliche Formeln müssen nicht übereinstimmen. Runde erst für die Anzeige. der ATR-Leitfaden vertieft diese Unterscheidung.
Ein ATR ist weder die garantierte Distanz der nächsten Kerze noch ein vorgeschriebener Stop-Abstand. Eine feste Multiplikatorregel gehört in eine eigene Handelsauswertung.
Preisdistanz, Prozentgröße und Kanäle
Normalisierung ist eine eigene Rechnung und keine Renditestandardabweichung.
- Preis 100
- 10 % – 100×10/100.
- Preis 1000
- 1 % – 100×10/1000.
- Quizpreis 200
- 5 % – ATR bleibt 10, die relative Größe halbiert sich.
Zugewiesener ATR=10 entspricht bei Preis 100 einer Proportion von 10 %, bei Preis 1000 nur 1 %. Die Rechnung lautet 100×ATR/Preis. Sie macht ATR nicht zur Standardabweichung von Renditen. Intervall, Periode und Glättung bleiben erforderlich. Bei Preis 200 wären es 5 %, obwohl die Distanz weiterhin 10 beträgt. Gleiche nackte Zahlen begründen auch kein gleiches Geldrisiko auf einem EUR-Konto.
Traditionelle Bollinger Bands verwenden einen SMA und Abstände aus der Standardabweichung derselben Preise. Preisstandardabweichung und Renditestandardabweichung sind verschiedene Variablen. BandWidth teilt die Bandbreite durch die Mittellinie. Eine Berührung bestimmt keinen Trade, und die Konstruktion garantiert keinen zukünftigen Einschlussprozentsatz.
Eine Keltner-Variante lautet EMA±k×ATR. Andere Einstellungen wählen einen anderen Durchschnitt oder eine andere Spannenberechnung. Eine allgemeine Rangfolge der Reaktionsgeschwindigkeit folgt daraus nicht. Ebenso ist ein optisch enger Kanal kein Beleg für einen baldigen profitablen Ausbruch.
Eine separate Probe weist SMA=100, Preisstandardabweichung=2 und Bollinger-Multiplikator=2 zu: Grenzen 96 und 104, BandWidth 8/100=8 %. Für Keltner seien EMA=101, ATR=1,5 und Multiplikator=2 zugewiesen: Grenzen 98 und 104. Weil 96 unter 98 liegt, befinden sich beide Bollinger-Grenzen nicht innerhalb des Keltner-Kanals. Die Angaben sind keine Berechnung aus einer verschwiegenen gemeinsamen Kursgeschichte. Lege Einschluss, Gleichheit und Zeitpunkt vorher fest.
Renditevolatilität und Optionswerte
Die logarithmische Rendite lautet ln(aktuelles Close/vorheriges Close). Vier zugewiesene Tageswerte +0,01, −0,01, +0,01, −0,01 haben Mittelwert null und Quadratsumme 0,0004. Mit Stichprobennenner N−1 ergibt sich √(0,0004/3)≈1,1547 %. Eine ausdrücklich gewählte 252-Sitzungen-Konvention multipliziert mit √252 und ergibt ungefähr 18,33 % pro Jahr.
Vier Beobachtungen erklären die Mathematik, liefern aber keine belastbare Marktschätzung. Logarithmische Werte sind nicht dieselben Werte wie gewöhnliche Prozentänderungen; 252 ist eine Konvention. Der Fidelity-Anhang dokumentiert eine entsprechende historische Logrenditeberechnung. Prüfe Nenner, Frequenz und Datenlücken bei eigener Software.
Implizite Volatilität stammt aus Optionspreisen und kann nach Strike und Verfall variieren. Sie ist kein einheitlicher Dreißigtage-Währungskonsens oder garantierter realisierter Kursbereich. VIX bezieht sich laut Cboe auf S&P-500-Optionen, nicht auf dein gewähltes FX-Paar. Ein VIX über 25 bestimmt daher keine allgemeine Währungsrichtung. Eine Beziehung aus der Intermarket-Analyse benötigt eigene Daten und Zeitraum.
Die Abhängigkeit hinter der Wurzelskalierung
Für zwei Logrenditen mit gleicher Varianz σ² gilt Varianz ihrer Summe=2σ²+2Cov(r₁,r₂)=2σ²(1+ρ). Nur bei Kovarianz null ergibt sich hier der Standardabweichungsfaktor √2. Mit Einzelperioden-σ=1 % liefern ρ=−0,5, 0 und +0,5 jeweils 1 %, etwa 1,414 % und 1,732 % für die Summe.
Jedes Modell lässt sich aus unabhängigen, gleich wahrscheinlichen X und Y mit Werten ±1 konstruieren: r₁=0,01X und r₂=0,01[ρX+√(1−ρ²)Y]. Alle vier Kombinationen haben Wahrscheinlichkeit 1/4 und ergeben die benannten Einzelvarianzen. Das sind Modellannahmen, keine gemessenen Währungskorrelationen oder Konfidenzgrenzen zukünftiger Kurse.
Für ein konkretes Diagnosebeispiel ρ=0,5 lauten die vier Summen ungefähr +2,3660 %, +0,6340 %, −0,6340 % und −2,3660 %. Ihr Mittel ist null, ihre mittlere Quadratsumme 0,0003. Die Standardabweichung √0,0003≈1,7321 % folgt direkt aus diesen vier Modellzuständen und bestätigt die Kovarianzrechnung.
Drei Schritte zu einer überprüfbaren Regel
- Reproduziere ein Maß. Berechne alle fünf TRs und die drei vorhandenen ATR-Werte. Vergleiche Update vier mit dem rollenden Dreiermittel und benenne die Formelabweichung.
- Prüfe Einheit und Voraussetzungen. Rechne die ATR-Proportionen sowie beide Kanalgrenzen nach. Vergleiche im Renditemodell die drei Korrelationsannahmen, bevor du eine Wurzelskalierung verwendest.
- Teste eine gesonderte Anwendung. Definiere beispielsweise Ausführungskosten in zuvor benannten ATR-Bereichen mit damals verfügbaren Grenzen. Bewahre vollständige Zeitstempel, erfolglose Fälle, Spread, Gebühren, Slippage und Finanzierung. Vergleiche eine einfachere Alternative und reserviere Daten, die nicht zur Einstellungsauswahl dienten.
Prüfe dein Verständnis
Etwa 2 Minuten Übung.
Antwort und Erklärung anzeigen
100×10/200=5 %; das ist keine Volatilitätsprognose.
Weitere Fragen
Bedeutet ein steigender ATR einen steigenden Kurs?
Nein. True Range beschreibt eine nicht negative Distanz und ordnet ihr keine Kursrichtung zu. Größere Werte können steigende oder fallende Bewegungen begleiten. Ein aktueller ATR legt auch nicht die exakte Spanne der nächsten Kerze fest. Eine Richtungs- oder Stop-Regel muss deshalb zusätzliche, ausdrücklich beschriebene Bedingungen enthalten und separat geprüft werden.
Ist Wilder-ATR immer das Mittel der letzten vierzehn Kerzen?
Nach der Initialisierung nicht. Die rekursive Version bewahrt den Einfluss früherer Werte über den vorherigen ATR. In unserer Dreierprobe ist Update vier 35/9, während das rollende Mittel der letzten drei TRs genau 4 ergibt. Prüfe Startwert, Glättung, Periode und Einheit, bevor du unterschiedliche Implementierungen für fehlerhaft hältst.
Garantieren zwei Standardabweichungen den Einschluss im Bollinger-Band?
Nein. Die Bänder garantieren kein zukünftiges Kursintervall, und eine Berührung legt keine Kauf- oder Verkaufsorder fest. Speichere Durchschnitt, Streuungsberechnung und Multiplikator. Eine Regel aus einer Normalverteilungsannahme ist keine gemessene FX-Erfolgsquote. Außerdem sind die hier verwendete Preisstreuung und die Standardabweichung einer Renditereihe verschiedene Messgrößen.
Kann VIX die Volatilität meines Währungspaars ersetzen?
Nein. VIX wird aus Optionspreisen des S&P 500 abgeleitet. Eine Beziehung zu deinem FX-Paar benötigt einen eigenen Zeitraum, passende Daten und eine Auswertung. Ein Schwellenwert wie 25 legt weder eine universelle Korrelation noch eine erforderliche Long- oder Short-Position fest. Implizite und später realisierte Volatilität sind ebenfalls nicht identisch.
Quellen und Nachvollziehbarkeit
- StockCharts: Average True Range
TR, Startmittel und rekursive Wilder-Glättung.
- John Bollinger: Bollinger Bands
Preisstandardabweichung und relative Bandbreite, ohne garantierten Einschluss.
- TradingView: Keltner Channels
Konfigurierbare Durchschnitts- und Spannenberechnung.
- Fidelity: Strategy Evaluator, HVOL-Anhang
Historische Volatilität logarithmischer Tagesänderungen; vier Werte und Kovarianzprobe sind ausdrücklich hypothetisch.
- Cboe: VIX
Bezugsgröße S&P-500-Optionspreise, keine einzelne FX-Volatilität.
Rechenfälle sind ausdrücklich angenommene Beispiele. Sie ersetzen weder aktuelle Marktdaten noch die Spezifikation deines Anbieters.
